15.03.2019, 18:10 Uhr

Veranstaltungsreihe Frühlingsgefühle mit einem „Sonderzug nach Omschberg“

Melanie Schmid, Dr. Uwe Brandl, Anna-Maria Tuscher-Sauer und Florian Krinninger. (Foto: Jonas Gibis, Stadt Abensberg)Melanie Schmid, Dr. Uwe Brandl, Anna-Maria Tuscher-Sauer und Florian Krinninger. (Foto: Jonas Gibis, Stadt Abensberg)

Sie ist schon im Gange, die Veranstaltungsreihe „ Abensberger Frühlingsgefühle“: Seit Februar gibt es, organisiert von der Stadt, wieder einen bunten Reigen an Musik, Lesungen, Theater und mehr. Die sicherlich größte Veranstaltung ist dabei die 4. Abensberger Kultour-Nacht, bei der über 50 Künstlerinnen und Künstler unter dem Motto „Sonderzug nach Omschberg“ zum Jubiläum des Bahnanschlusses der Stadt vor 150 Jahren für einen spektakulären Abend sorgen werden.

ABENSBERG Anna-Maria Tuscher-Sauer ist eine der Aktiven in diesem Projekt, das der TC Abensberg auf die Beine stellt; zur Vorstellung der Veranstaltungsreihe war sie deshalb an der Seite des 1. Bürgermeisters Dr. Uwe Brandl und des Kulturreferenten Florian Krinninger. Organisiert wird die gesamte Reihe seit vielen Jahren wesentlich von Melanie Schmid von der Stadtverwaltung.

Und sie hat, gemeinsam mit Krinninger, wieder für ein stattliches Programm gesorgt, das längst im ganzen Landkreis bekannt ist und nicht allein Abensbergern große Freude bereitet. „Bei uns ist was los“, freut sich Bürgermeister Dr. Brandl – und das ist auch den Frühlingsgefühlen zu verdanken. „Los“ ging‘s schon im Februar mit dem Stadtball, inzwischen ein fester Termin für viele Tanzfreunde in seiner heuer fünften Auflage. Die Dauerbrenner „D’Notnquetscha“ haben zwei Bunte Abende im ausverkauften Theater am Bahnhof veranstaltet und die dort inszenierte Oper „Orpheus und Eurydike“ wurde von Publikum und Presse bejubelt. Die Autorenlesung „Donauherz“ in der Buchhandlung Nagel und die Schlagnacht der städtischen Sing- und Musikschule , veranstaltet am 19. März im Jugendzentrum, sind nahezu Selbstläufer, die stets auf hohes Interesse stoßen.

Am Samstag, 23. März, wird Reinhold Rückerls Vokalensemble „Stimmix“ Konzertpremiere feiern – mit dabei die TopKids von der städtischen Sing- und Musikschule Abensberg. Chormusik der etwas anderen Art – ab 19.30 Uhr im Autohaus Baumer.

Der Jazzclub Abensberg veranstaltet – ebenfalls unter den städtischen Fittichen – einen Konzertabend mit der Jazz- und Pop-Sängerin Lisa Wahlandt, die mit Pianistin Andrea Hermenau und Bassistin Christiane Öttl als „Die drei Damen“ am Montag, 25. März, ab 20.15 Uhr in der Discothek Center auftritt. Dreistimmiger Gesang mit tollen musikalischen Arrangements und Stilrichtungen vom Chanson bis zum Pop, aber auch die Rückbesinnung auf baierische Wurzeln werden garantiert allen munden, die Musik mögen.

„Musik querbeet“ gibt es beim Streifzug durch die Welt der Musik am Mittwoch, 27. März, ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum Aventinum mit der städtischen Sing- und Musikschule Abensberg. Bei freiem Eintritt zeigen Schülerinnen und Schüler und auch die Lehrerinnen und Lehrer, was sie drauf haben – und vielleicht gibt es ja Gäste, die sich mitreißen lassen und das Konzert zum Anlass nehmen, musikalisch in die Sing- und Musikschule reinzuschnuppern? Der Eintritt ist frei!

Bereits viele Karten sind verkauft für die Rückkehr von Helmut Achtner, der nach langer Bühnenabstinenz wieder unterwegs ist. „Hoffnungslos optimistische Lieder“ werden von ihm rabenschwarz präsentiert, mit dabei Laura Heller, deren CD „Travelling further“ viel beachtet und gelobt wird und die ihren Vater Walter Heller mitbringt – der wiederum ein jahrelanger musikalischer Begleiter von Helmut Achtner ist. Am Samstag, 30. März, ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum Aventinum.

Die Jahresausstellung der Photogilde Aventin in den Räumen der Sparkasse Abensberg möchte man im kulturellen Kalender der Babonenstadt nicht mehr missen – sie wird am Freitag, 5. April, um 20 Uhr eröffnet und ist dann bis zum 25. April zu sehen. Wie Abensberger wissen, ist die Eröffnung auch eine gute Gelegenheit, sich zu treffen. Der Eintritt ist frei.

Das wird ein Aufgebot – über 50 Künstlerinnen und Künstler sitzen im „Sonderzug nach Omschberg“, den das kulturelle Standbein des TC Abensberg am Samstag, 6. April, ab 20 Uhr in der Josef-Stanglmeier-Halle abfahren lässt. Vor genau 150 Jahren wurde mit dem Gesetz zum Bau der Donautalbahn der schnelle Weg für die Abensberger geschaffen. Ein launiger Gala-Abend, heiter, bissig und romantisch, für den Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel die Schirmherrschaft übernommen hat. Mit dabei sind u.a. Quartetto Amaretto, Theatermix, TopKids, Stimmix, die Big Band der Musikwerkstatt, die Blaskapelle Biburg, Nicola Barttenbach, Agnes Englerth, Renate Günther, Bertl Drawenau, Tobias Hammerl, Marcel Plutz und Alex Steffl, Werner Rockermeier, Reinhold Rückerl, Anton Sandl, Dam Seeber und E.W. Heine. „Wir hoffen, dass die Abensberger unserem kulturellen Sonderzug einen großen Bahnhof bereiten“, so Anna-Maria Tuscher-Sauer, die selbst am Abend vor und hinter der Bühne mitwirkt.

Den Dauererfolg selbst eingebrockt haben sich die Damen und Herren von der Buchhandlung Nagel, deren Veranstaltungen immer mit viel Liebe (und kleinen Köstlichkeiten) umgesetzt sind. „Wos gibt’s Neis bei der Buchhandung Nagel?“ heißt es am Freitag, 12. April, ab 19.30 Uhr im Geschäft im EKZ. Wie dichtet Silke Nagel dazu: „Romane, Krimis, Bildband, Reisen; Kinder, Basteln oder Speisen, vo überall is wos dabei, ois is nigel Nagel nei.“ Man könnte anfügen: „Und der Eintritt is a frei.“

Der in Berlin ansässige Medien- und Theaterverlag Gustav Kiepenheuer-Bühnenvertrieb hat mit dem Stück „Terror“ von Strafverteidiger und Autor Ferdinand von Schirach eines DER großen Theaterereignisse im Programm; seit der Doppeluraufführung im Oktober 2015 wurde es auf allen fünf Kontinenten gespielt - mit riesigem Erfolg. Auch die Fernsehverfilmung „Terror - Ihr Urteil“ geriet zum Ereignis. Der Verlag wacht deshalb mit Argusaugen darauf, dass das Stück nicht x-beliebig verbreitet wird; Amateurtheatern ist die Aufführung schlichtweg untersagt. Nicht in Abensberg! „Terror“, dieses Stück um einen Kampfpiloten der Bundeswehr, der vor der Entscheidung steht, eine Passagiermaschine der Lufthansa abzuschießen oder dabei zuzusehen, wie sie von Entführern in die voll besetzte Allianz Arena in München gesteuert wird, das wird im Theater am Bahnhof zu sehen sein. Regisseur Franz Englbrecht: „Der Verlag wollte uns das zunächst nicht gestatten.“ Er ließ nicht locker, und mit der Dreigroschenoper oder dem Brandner Kaspar im Regienacken hat er darauf bestanden, dass sie sich das nochmal überlegen. „Das Theater als Schwurgericht, die Zuschauer als Schöffen, die entscheiden müssen, ob da vorne ein Mörder oder ein Held sitzt! Das wühlt doch auf, das müssen wir zeigen!“ - Kurz gesagt: Die Verlagsleute schauten sich die Theatermacher vom Bahnhof und ihr bisheriges Wirken an - und: „Wir sind das erste Amateurtheater, das das spielen darf.“ Premiere ist am Freitag, 26. April, um 19.30 Uhr.

Am Samstag, 11. Mai, laden zwei Chöre in die Klosterkirche am Karmelitenplatz ein – ab 19.30 Uhr gibt es Singen als Ausdruck von Lebensfreude mit A Capella Bavarese und den Laurentius Singers, die Lieder verschiedener Sprachen bis hin zu Gospels a capella oder mit Klavierbegleitung auf die Bühne bringen. Eintritt frei, Spenden erbeten.

Am Sonntag, 12. Mai, gibt es „Ein Konzert zum Muttertag“ mit Magdalena Damjantschitsch als Sprecherin und dem Klaviertrio Regensburg ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum Aventinum. Swetlana Wolf (Violine), Elena Wisner (Violincello) und Dimitar Kuscheff (Klavier) wählten Kompositionen von Klara Schumann und Fanny Hensel aus, die Sprecherin liest dazu aus Briefen der Komponistinnen, die sich zu Lebzeiten über Konventionen hinwegsetzen mussten.

Das Machado Quartett begeistert seit zehn Jahren mit seinem neuen Zugang zur klassischen Gitarre – es gilt als Erfinder der „Guitarra Nueva“, mit der Mozart oder Rossini, Filmmelodien oder Eigenkompositionen umgesetzt werden; ungehört und nonchalant, sympathisch und tatsächlich beste „klassische Unterhaltung“. Am Samstag, 18. Mai, ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum Aventinum.

Das „Best of“ aus zehn Jahren szenischer Stadtführung von Theatrum Urbis und dem Stadtmuseum Abensberg erlebt seine Neuauflage aufgrund des großen Zuspruchs nochmals ab dem Samstag, 18. Mai, wo es ab 19 Uhr um „Hopfen und Malz“ geht. Treffpunkt ist der Herzogskasten in der Dollingerstraße, und dann geht’s raus, zum fröhlichen historischen Schauspiel mit Lerneffekt. Auch hier ist Anna-Maria Tuscher-Sauer mit dabei, die sich gern erinnert, dass diese Schauspiel-Stadtführungen manche unvorbereitete Passanten bei heftigen Szenen zu Hilfe eilen ließen. Die Themen Joseph Hazzi: Vom Handwerker zum Adeligen, Aventinus sowie Die Guade, oide Zeit schließen sich an den folgenden Samstagen an.

Einen „angenehmen Pflichttermin“ hat Melanie Schmid für alle Volkstanzliebhaber in und um Abensberg parat, wenn es heißt „Auf geht’s zum bayerischen Volkstanz mit der Tanzlmusi Maschant“ am Samstag, 25. Mai, ab 20 Uhr im Gasthof Jungbräu. Die Band kennt man vom Oidn Gillamoos, der Mai-Tanz-Termin wird seit einigen Jahren von Kathi Keglmaier und Christina Kranz-Kohl organisiert -Tischreservierungen sind in diesem Fall nur möglich bei Kathi Keglmaier unter der Telefonnummer 09443/ 906742 oder per Mail an musikwerkstatt-abensberg@web.de.

Im Cabrizio am Schmiedweiher in Offenstetten wird am Freitag, 31. Mai, 19 Uhr ein Ensemblekonzert der städtischen Sing- und Musikschule Abensberg veranstaltet: Kraftvolle Percussion, elegante Streicher, Gitarrenzauber oder Rockpower gibt es bei freiem Eintritt!

Der Kunstkreis Abensberg lädt zur Jahresausstellung unter dem Motto „ArtAttack“ erstmals am Freitag, 31. Mai, ab 20 Uhr in den Kreuzgang. Schräges und Unbequemes trifft auf Schönes und Faszinierendes – und zum „KunstNachtMarkt“ am 7. Juni laden die Mitglieder an ihre Bar, dazu tritt dann die Soulsängerin MomBee auf. Eintritt frei, Spenden erbeten.

Auch der Tag der offenen Tür der städtischen Sing- und Musikschule Abensberg am Samstag, 29. Juni, ist ein fester Termin – was man bei der Sing- und Musikschule alles lernen kann und wer die Menschen dahinter sind, erfährt man bei freiem Eintritt ab 14.30 Uhr im Kulturzentrum Aventinum.

Das bereits dritte Abensberger Buchpicknick findet heuer unter der Überschrift „Liebe, Dramen und andere Katastrophen“ am Samstag, 29. Juni, ab 19 Uhr statt – bei hoffentlich schönem Wetter im lauschigen Kreuzgarten, andernfalls im Kreuzgang selbst: Die vhs-Leiterin Katrin Koller-Ferch, Buchhändlerin Silka Nagel und Magdalena Damjantschitsch haben wieder spannende und amüsante Kurzgeschichten zusammen gestellt, die von ihnen und anderen Lesern vorgelesen werden, darunter auch Bürgermeister Dr. Brandl. Kleine Gaumenfreuden sind mit dabei, aber wer möchte, kann sich seinen Picknick-Korb mitnehmen. Start ist um 18.30, Ende gegen 23 Uhr.

Ebenfalls im Kreuzgang wird es am Freitag, 12. Juli, zur Premiere des Stücks „Die verschwundene Königskrone“ der Theaterleute „Sweetys Rabbits“ kommen. Das Märchenstück aus Tausendundeiner Nacht dürfte auch großen Besuchern Freude bereiten. Los geht’s um 20 Uhr, die letzte Vorstellung findet am Sonntag, 21. Juli, ab 16 Uhr statt.

Kulturreferent Florian Krinninger freut sich auf „schöne Veranstaltungen und viele glückliche Künstler und Besucher“ und rät zum rechtzeitigen Karten-Kauf. Möglich ist der, wenn nicht anders im Text erwähnt, z.B. in der Tourist-Information im Herzogskasten unter Tel. 09443/ 910 318, eMail: touristik@abensberg.de


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