27.06.2018, 21:25 Uhr

Vom 6. bis zum 8. Juli Das Ingolstädter Herzogsfest – eine Reise in die Welt des ausgehenden Mittelalters

Das Herzogspaar wird wieder samt Gefolge beim großen Festumzug feierlich in den Schlossinnenhof einziehen. (Foto: Stadt Ingolstadt/Friedl)Das Herzogspaar wird wieder samt Gefolge beim großen Festumzug feierlich in den Schlossinnenhof einziehen. (Foto: Stadt Ingolstadt/Friedl)

Mit einem Festumzug startet am Freitag, 6. Juli, das diesjährige Ingolstädter Herzogsfest. Gegen 17 Uhr zieht das berittene Herzogspaar in seiner prächtigen Gewandung mit seinem Gefolge, Mitglieder des Lagerlebens, Betreiber der Markstände, die Stadtwache, Handwerker und Gastronomen, durch die Stadt. Start ist der Theatervorplatz, weiter geht es Richtung Rathausplatz, durch die Innenstadt, über den Paradeplatz in den Schlosshof.

INGOLSTADT An dem Festumzug nehmen auch Oberbürgermeister Christian Lösel, die Bürgermeister Albert Wittmann und Sepp Mißlbeck, Kulturreferent Gabriel Engert und Mitglieder des Stadtrats teil. Offiziell eröffnet wird das Herzogsfest dann um 18 Uhr vom Rathauschef.

An allen drei Tagen erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm rund um das Neue Schloss, das im Jahr 1418 von Ludwig dem Bärigen in Auftrag gegeben wurde. Dieser Herzog reiht sich ein in die Ära der Herzöge von Bayern-Ingolstadt aus dem Haus Wittelsbach: Ludwig der Bayer, Stephan der Kneißl und Ludwig der Bärtige ließen Ingolstadt erblühen und zu einer der bedeutendsten bayerischen Städte werden.

Damit ist das Neue Schloss an dem Wochenende vom 6. bis 8. Juli die ideale Kulisse für das Ingolstädter Herzogsfest. An den drei Tagen entführen Gaukler, Musikanten, Ritter, Bogenschützen, Hexen, Quacksalber und viele weitere Akteure die Besucher in die bedeutende Epoche Ingolstädter Stadtgeschichte.

Zahlreiche Lagergruppen stellen das Leben der damaligen Zeit authentisch nach. Zu sehen sein werden auch verschiedene Handwerkskünste wie Messerschleifen, Korbflechten, Strohweben, Wippdrechseln und Kerzengießen. Nur wenig Meter davon entfernt werden spektakuläre Feuershows und Showkämpfe gezeigt. Lustige Ritterspiele und Reitshows komplettieren die Vorführungen auf dem Turnierplatz. Auch wieder mit dabei ist die beliebte Dombaustelle, die Steinmetzkunst wie zu Zeiten unserer Herzöge zeigt.

Zudem sind drei große großen Bühnen aufgebaut: im Schlosshof, an der Schlossmauer und auf der Schlosswiese. Dort wird rockige und besinnliche Mittelaltermusik gespielt. Aber auch Balkanfolklore, Dudelsack und instrumentale Arrangements sind zu hören.

Der Märchengarten im Schlosshof wird die kleinen Besucher begeistern. Hier trägt Märchenerzählerin Ulrike Mommendey Geschichten und Märchen mal schelmisch, mal nachdenklich vor. Nicht zu vergessen Zauberer Amron, der die Kinder in die Welt der Zauberei und Magie entführt. Das Kinderorchester „Hundszeller Pfeifferl“ fasziniert mit mittelalterlicher Tanzmusik auf Blockflöten. Besuchen die Kleinen das Familienzelt auf der Schlosswiese, betreten sie die Anderwelt, die Heimat von Feen, Elfen, Trollen, Drachen und Zwergen. Hier ist die Welt Vom Kleinen Volke im Mittelalter unterwegs.

Nicht fehlen darf die Schminkfee, die Mädchen in Prinzessinnen verwandelt und Jungs in einen furchtlosen Ritter. Zudem vergnügen sich die Kleinen mit Mittelalterspielen wie Axtwerfen, Eierknacken und Drachenjagd. Hoch hinaus geht es auf einem handbetriebenen Holzriesenrad und im Kinderkarussell.

Eine kleine Auszeit aus dem Festtrubel bietet das Zeughaus mit Tanz und Theater. Außerdem sind auf der kleinen Bühne historische Instrumente zu sehen, zum Teil sind diese selbstgebaut. Auf ihnen erklingen Balladen und Lieder aus längst vergangenen Zeiten.

Für das leibliche Wohl wird ebenfalls bestens gesorgt. In der Schaubräterei gibt es Fleischspezialitäten, ein Spanferkel dreht sich auf dem Spieß und Wurst und Lachs garen auf dem Grill. Aber auch für Vegetarier gibt es Leckereien: Schupfnudeln, Gemüsepfanne oder ein Rahmbrot. Viele weitere deftige Speisen stillen den Hunger und der Zuckerbäcker bietet Mandeln und verschiedenes Gebäck. Ob süß oder deftig, dazu passen traditionelles Bier, Metbier sowie Met- und Apfelwein ausgezeichnet. All diese Spezialitäten kann man in einem der drei historischen Biergärten genießen.

Der letzte Tag des Ingolstädter Herzogsfests beginnt um 10.45 Uhr mit einem Festgottesdienst im Liebfrauenmünster. Zu Beginn ziehen die Teilnehmer des Herzogsfestes mit Fahnen und in historischen Gewändern durch das Westportal ein. Der anschließende Gottesdienst wird von Dekan Bernhard Oswald geleitet und von einem Vokalensemble des Simon Mayr Chor begleitet.

Nach dem Gottesdienst gegen 12 Uhr formiert sich der Festzug vor der Kirche. Gemeinsam mit den Gästen ziehen die Teilnehmer über die Mauthstraße und den Theatervorplatz auf die Schlosswiese zum Turnierplatz. Dieser ist ab 13 Uhr auch Schauplatz einer Vorführung der Reitergruppe „Hungarian Demon Riders“ aus Györ.

Weitere Informationen zum Programm finden sich auf der Homepage www.herzogsfest-ingolstadt.de.


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