04.06.2018, 15:47 Uhr

„Kunst.Preis“-Gewinner Stadtmuseum Abensberg zeigt Bilder von Menschen mit geistiger Behinderung aus Niederbayern und der Oberpfalz

Peter Zellner, „Es kracht und blitzt“, Farbstifte auf Papier, 43 x 61 Zentimeter. (Foto: Peter Zellner)Peter Zellner, „Es kracht und blitzt“, Farbstifte auf Papier, 43 x 61 Zentimeter. (Foto: Peter Zellner)

Der „Kunst.Preis“ für Menschen mit geistiger Behinderung in Niederbayern und der Oberpfalz hat sich seinen Platz im Kulturbetrieb gesichert. Bereits zum fünften Mal haben die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. und der Kunst- und Gewerbeverein Regensburg e. V. den zweijährlich stattfindenden Wettbewerb ausgeschrieben.

ABENSBERG Insgesamt 180 Künstlerinnen und Künstler reichten 530 Arbeiten ein. 80 von ihnen sind mit 104 Werken aus Malerei, Skulptur, Grafik, Plastik, Objekt und Fotografie in der Ausstellung vertreten. Peter Zellner wurde mit dem ersten Preis, Lena Klingshirn mit dem zweiten Preis und Ernst Seufzer mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Das Konzept des „Kunst.Preises“ sieht bei jeder Ausstellung den inklusiven Brückenschlag vor. Eva Demski, Grande Dame der Frankfurter Literaturszene, Liebhaberin und Patin des „Kunst.Preises“, stellt fest: „Diese Kunst lehrt einen anders sehen – unvoreingenommener, neugieriger, mutiger.“ In diesem Jahr ist die Ausstellung erstmalig im Stadtmuseum Abensberg zu sehen. „Damit kommt der ,Kunst.Preis‘ nun auch in Niederbayern endlich voll zur Geltung“, freut sich Jurymitglied Alfred Böschl. Ihm und Museumsleiter Dr. Tobias Hammerl ist es zu verdanken, dass die Werke auch in Abensberg zu bewundern sein werden. „Ich habe sofort zugesagt, die Ausstellung in Abensberg zu zeigen“, so Dr. Hammerl, „zum einen, weil der Stadt Abensberg das Thema Inklusion besonders am Herzen liegt und zum andern kommen schließlich zwei der drei Preisträger aus Abensberg“, so Dr. Hammerl weiter.

Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge und Mitglied der Jury, ist zutiefst beeindruckt, welche enorme Entwicklung in den künstlerischen Arbeiten festzustellen ist. Der Wiedererkennungseffekt bei den Kunstschaffenden, die sich schon mehrmals beworben hatten, sei bemerkenswert. „Sehr erfreulich ist auch die konstant hohe Beteiligung. Jedes Mal gelingt es, neue Bewerberinnen und Bewerber zu gewinnen, die uns mit ihrem Können und ihrer Kreativität verblüffen. Ein herzliches Danke an alle für ihre Teilnahme an diesem Wettbewerb!“

Die Stadt Abensberg lädt zur Eröffnung dieser Ausstellung ganz herzlich am 14. Juni um 19 Uhr in ihr Museum, den Abensberger Herzogskasten (Dollingerstraße 18), ein. Über Ihr Kommen freuen sich Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, Landrat Martin Neumeyer, der Direktor der Katholischen Jugendfürsorge Michael Eibl sowie der Museumsleiter Dr. Tobias Hammerl. Auch die Künstlerinnen und Künstler werden an diesem Abend von Ort sein und sich über zahlreiche Gäste sehr freuen. Zu sehen sein wird die Ausstellung bis zum 8. Juli. Um die Ausstellung im Sinne der Inklusion möglichst vielen Besuchern zugänglich zu machen, bietet das Museum für Menschen mit Beeinträchtigung des Sehvermögens gesonderte Führungen an – ein Aufpreis wird dafür nicht verlangt! Bitte wenden Sie sich bei Interesse an das Stadtmuseum Abensberg. Sie erreichen das Museum telefonisch unter der Nummer 09443/ 910359 oder per Mail museum@abensberg.de.


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