06.12.2017, 18:47 Uhr

Konzert Zwei Virtuosen begeistern das Jazzpublikum in Abensberg!

(Foto: Anton Supritz)(Foto: Anton Supritz)

Ohne Zweifel gehören sie zu den Besten der Europäischen Jazzgitarrenszene – Helmut Nieberle und Paulo Morello. Das demonstrierten sie wieder einmal eindrucksvoll am Montag, 4. Dezember, dem Jazzpublikum im gutgefüllten Club Center in Abensberg.

ABENSBERG Ob bei wohlbekannten Standards wie – um nur einige zu nennen – Stompin‘ at the Savoy (Goodman, Sampson, Webb, 1936), Stardust (Hoagy Carmichael, 1927), Shiny Stockings (Frank Foster, 1955) oder bei ihren Eigenkompositionen, dem Walzer „Flaneur“ (Nieberle), dem Blues „Split up Blues“ (Nieberle) oder dem Walzer „Robert’s Walk“ (Morello) – immer warfen sie sich abwechselnd die „Noten-Bälle“ zu, um dann in einem sich gegenseitig anstachelnden Solowettstreit zu brillieren und sich zu immer neuen musikalischen Höhepunkten zu treiben. Dabei hatten die beiden sichtlich Spaß und nahmen ihr begeisternd lauschendes Publikum mit auf ihre musikalische Reise in das Land des brillant gespielten harmonischen Jazz – egal ob Swing, Walzer oder Blues. Anhaltender Beifall war ihr Lohn.

Begleitet wurden die beiden Gitarristen von Scotty Gottwald (Schlagzeug) und Sven Faller (Kontrabass). Scotty Gottwald (Cordes Saufvages, Steffi Denk and Flexible Friends, Mullen-Nieberle-Sextet, Zick Sisters ...), bekannt durch sein zurückhaltendes aber sehr ausgefeiltes, facettenreiches Schlagzeugspiel wurde auch an diesem Abend seinem Ruf gerecht – seine Soli wurden mit anhaltendem begeistertem Beifall belohnt. Und last but not least noch ein paar Worte zum genialen Bassspiel von Sven Faller. Seine Soli am Kontrabass können an Virtuosität kaum überboten werden. Er wurde seinem Ruf „Der Michael Jackson unter den deutschen Bassisten „ (Georg Ringsgwandl) zu sein, voll gerecht. Viele Jahre lebte und arbeitete er in New York und teilte in seiner beeindruckenden Karriere die Bühne mit zahlreichen namhaften Künstlern wie Pippo Pollina, Charlie Mariano, Chico Freeman, Bobby Watson, Konstantin Wecker, Martin Kälberer, Georg Ringsgwandl, oder Larry Coryell.


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