22.08.2019, 08:00 Uhr

10. Open Air Steinberg Woodstock auf niederbayerisch: Da rockt der Vilstal-Stausee!


Love, Peace und Rock’n Roll – vor 50 Jahren ging Woodstock in die Festivalgeschichte ein. Bis heute hat die Kult-Veranstaltung auch in Steinberg bei Marklkofen immer noch jede Menge Fans, die dem Festival und dem Spirit dieser Musik nun schon zum zehnten Mal mit einem eigenen, ganz besonderen Event huldigen: dem Open Air Steinberg!

STEINBERG/MARKLKOFEN Am kommenden Freitag und Samstag, 23. und 24. August, verwandelt sich das Südufer des Vilstal-Stausees wieder zur Rock-Area, in der neben der Musik aber auch die lässige niederbayerische Lebensart nicht zu kurz kommt. Welche Bands ihr Kommen zum 10. Open Air angekündigt haben, welche weiteren Highlights es gibt und warum das Festival eine „Pflichtveranstaltung“ für Jung wie Alt gleichermaßen ist, verrät Michael Nußbaumer, einer der OAS-Hauptorganisatoren, im Wochenblatt-Interview.

Mit welchem drei Worten würdest Du das „Open Air Steinberg“ beschreiben?

Rockig – einzigartig – besucherfreundlich. Ich glaube, das trifft es ziemlich gut. Rockig ist ganz klar die Musikrichtung des Festivals. Neben Tribute-Bands – von Jimi Hendrix über Guns N‘ Roses bis hin zu Joe Cocker – bieten wir auch lokalen, aufstrebenden Bands die Möglichkeit, vor einem größeren Publikum aufzutreten.

Einzigartig ist nicht nur die Kulisse am Vilstal-Stausee, sondern auch die Tatsache, dass wir den Erlös für den guten Zweck spenden. Diese Kombi findet man bei anderen Festivals dieser Art sicherlich nicht bzw. nicht oft.

Besucherfreundlich sind wir deshalb, weil wir wirklich großen Wert darauf legen, dass sich alle Festivalbesucher, ob jung oder schon etwas älter, rundum wohlfühlen und auf ihre Kosten kommen. Dafür sorgen wir auch mit unseren moderaten Preisen für Eintritt, Getränke und Essen auf dem Festivalgelände. Wir sehen die Veranstaltung als eine Art „Mini-Woodstock“ und wollen, dass die Leute zu uns kommen, die Musik genießen, Bekannte und neue Leute treffen und gemeinsam „Two Days of Love, Peace and Music“ erleben.

Wer steckt denn hinter dem „wir“ und stellt das Open Air auf die Beine?

Hauptorganisatoren sind Rudi Dax und ich. Aber hinter uns steckt ein großes, tolles Team. 2010 wurde das Open Air mit gerade einmal 20 Mitgliedern organisiert, heute sind wir 60 bis 80 Jugendliche, die zusammen mit jung gebliebenen Enthusiasten Spaß daran haben, so ein Festival zu veranstalten. Ohne diesen Zusammenhalt würde man das alles gar nicht stemmen können, denn vom Band-Booking über die Bewerbung und den Aufbau der Bühne bis hin zur gesamten Betreuung an den Festivaltagen machen wir so gut wie alles selbst. Wir sind ein kleines Festival, bei dem es keine Massenabfertigung gibt. Wir zeichnen uns durch Gemütlichkeit, Individualität und viel Liebe zum Detail aus. Das macht unser Festival besonders.

Apropos besonders: Wie sieht das Jubiläums-Line-Up aus? Welche Highlights gibt‘s heuer?

Jede Menge! Wir haben beispielsweise zwei sehr aufstrebende, junge Bands dabei, die zum Teil schon europaweit bekannt sind: „Lonely Spring“ und „The Edge of Reason“, deren Schlagzeuger sogar aus Poxau kommt. Die beiden Bands treten am Freitag bzw. Samstag quasi als Pre-Headliner auf. Als Headliner haben wir zum Jubiläum gleich vier qualitativ hochwertige Tribute-Bands engagiert: die Guns N‘ Roses-Coverband „Guns N‘ Destruction“ und Europas beste KISS-Coverband „KISS Forever Band“ am Freitag sowie die Deep Purple-Coverband „Black Purple“ und die Metallica-Coverband „Mysterica“ am Samstag.

Dazu stehen jede Menge lokale Bands auf der Bühne. Weitere Highlights sind auch heuer wieder das große Musikfeuerwerk am Samstagabend und natürlich unser traditioneller bayerischer Frühschoppen mit Blechmusik am Samstag ab 9 Uhr, wo Rock-Fans auf „De Fuxdeifeswuidn“-Schuhplattlerinnen treffen.

Eine weitere Besonderheit, die vorher schon angesprochen wurde: Der Großteil des Festival-Erlöses wird an „Robin Hood e.V.“ gespendet...

Stimmt, was uns nach Abzug der Kosten und einer Rücklage fürs kommende Jahr übrig bleibt, spenden wir seit Jahren zusammen mit dem, was unsere Besucher in die Spendendose geworfen haben, für den guten Zweck. 2018 waren das stolze 6.000 Euro, die wir an „Robin Hood e.V.“ überreichen konnten. Der Frontenhausener Verein engagiert sich für schwerst- und unheilbar kranke oder auch behinderte Kinder und deren Familien. Wir wollen damit unseren Beitrag dazu leisten, die Menschen, die kein so unbeschwertes Leben haben wie wir, wenigstens ein bisschen zu unterstützen.

Warum ist das Open Air Steinberg immer einen Besuch wert?

Weil es wirklich extrem besucherfreundlich ist und sich auf einem der schönsten Festivalgelände abspielt, das man so in der Open Air-Landschaft findet. Und dann kommt natürlich auch das Line-Up dazu, bei dem in diesem Jahr Rockfans ganz besonders auf ihre Kosten kommen.

Tages- bzw. Zwei-Tageskarten (10 bis 20 Euro) für das Open Air Steinberg gibt es nur an der Tageskasse. Weitere Infos zum Festival, zum Programm und den Bands findet man unter www.openair-steinberg.de oder auf Facebook unter „@OpenairSteinberg“.


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