26.03.2019, 16:34 Uhr

Auch „Herbert & Schnipsi“ waren dabei Kulturpreise des Landkreises verliehen


Vor rund 200 geladenen Gästen hat Landrat Heinrich Trapp im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes die Kulturpreise des Jahres 2018 verliehen. Über Auszeichnungen freuten sich Franz Huber (besser bekannt als „Der Bayerische Hias“), Stefan Otto, Rudi Pritzl, der Kinder- und Jugendchor „SaMiS“ sowie Klaus Klobe.

DINGOLFING-LANDAU Die Preisträger selbst und ihre Laudatoren bereicherten den Abend mit so manchem musikalischen, kabarettistischen oder schauspielerischen Leckerbissen: So brachte der Musik-Comedian Stefan Otto aus Moosthenning das bekannte Duo Hanns Meilhamer und Claudia Schlenger alias „Herbert & Schnipsi“ mit nach Dingolfing. Otto verehrte die beiden Kabarettisten schon als Kind, mittlerweile gehören „Herbert & Schnipsi“ zu seiner eigenen Fangemeinde. Und so war es für das Komikerpaar Ehrensache, die Laudatio auf den talentierten Kulturpreisträger zu halten.

Viel Lob erntete auch Rudi Pritzl aus Landau, der ebenfalls einen Kulturpreis erhielt. Seine Laudatorin Barbara Steininger sah sich in der Rolle als „Isolde Schweiperdinger“ verpflichtet, die zahlreichen Talente des pensionierten Lehrers aufzulisten, weil er doch immer so bescheiden sei. „Rudi Pritzl kann Musik spielen, er kann singen, texten, malen, zeichnen – er kann wirklich Vieles, und das Viele richtig gut, preiswürdig gut!“ Das stellte Rudi Pritzl eindrucksvoll unter Beweis, als er die „Ballade vom Ende der Matzöder Räuber“ vortrug – ein Stück, das er selbst getextet und komponiert hat. Sogar das großformatige Bild von der Hinrichtung des Räubers Matzöder, das als Kulisse diente, hatte er selbst gemalt.

Einen weiteren Kulturpreis erhielt Gstanzlsänger Franz Huber aus Dingolfing, besser bekannt unter dem Künstlernamen „Der Bayerische Hias“. Laudator Nik Söltl bezeichnete den Preisträger als einen „kreativen, spontan improvisierenden Musiker und profunden Kenner unseres niederbayerischen Menschenschlags, der in die allererste Reihe der bekannten altbayerischen Gstanzlsänger gehört“. Der Geehrte bedankte sich bei der Jury – wie könnte es anders sein – mit Gstanzln für diesen besonderen Preis.

Der Kinder- und Jugendchor „SaMiS“ aus Aufhausen mit seiner Chorleiterin Eva-Maria Müller nahm den Jugendkulturpreis entgegen und bereicherte den kurzweiligen Abend mit Filmmusik der Disney-Klassiker „Aladdin“ und „Pocahontas“. „Man sieht euch an, wieviel Spaß ihr beim gemeinsamen Singen habt, und ich wünsche euch und uns allen noch viele klangvolle Konzerte“, sagte Eichendorfs Bürgermeister Max Schadenfroh, der die Laudatio auf die Jugendkulturpreisträger hielt.

Für sein außerordentliches Engagement als Leiter des Landauer Heimatmuseums wurde Klaus Klobe mit dem Kulturförderpreis ausgezeichnet. Sein Laudator, Bürgermeister Helmut Steininger, bedankte sich bei ihm für seinen unermüdlichen Einsatz für das Museum, aber auch für die Belange des Naturschutzes und für die Steinfelskirche, in der er sich viele Jahre als Mesner und Kirchenführer engagierte.

Den Preisträgern gratulierten auch die Landtagsabgeordneten Dr. Petra Loibl und Josef Seidl, Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf, stellvertretender Landrat Werner Bumeder sowie Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Walter Strohmaier.


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