23.04.2019, 09:53 Uhr

Frauenbergkirche Melodien zum Mai

Sabine Rössert-Koye und  Hartmut Caßens. (Foto: pm/Rössert-Koye)Sabine Rössert-Koye und Hartmut Caßens. (Foto: pm/Rössert-Koye)

Gedenkkonzert für den verstorbenen Künstler Andreas Sobeck in der Hengersberger Frauenbergkirche.

HENGERSBERG Am Samstag, 11. Mai, um 18 Uhr treffen sich in der vor einem Jahr zu neuem Leben erweckten Kirche drei Künstler und musizieren Melodien zum Gedenken an den vor einem Jahr verstorbenen 2. Vorsitzenden des Fördervereins der Frauenbergkirche, dem Bildhauer Andreas Sobeck.

Der 1942 in Bresslau geborene Künstler hatte nach dem Krieg hier in Niederbayern eine neue Heimat gefunden. Andreas Sobeck hatte für Kunst, die im Raum und in Architektur wirken soll, ein feines Gespür. Er schuf Arbeiten, die hier im ostbayerischen Raum zahlreich zu finden sind, wie im Innenhof der Uni Passau, Kloster Niedernburg in Passau, Pfleggasse Deggendorf. Auch überregional war er sehr vertreten, wie auf dem Max-Josephs-Platz in Rosenheim München, an der Brienner Straße oder in Bonn im ehemaligen Verteidigungsministerium. Seit 2013 war er Mitglied des Fördervereins der Frauenbergkirche und wirkte als 2. Vorsitzender intensiv an der gigantischen Renovierung der Kirche mit. Andreas Sobeck war durch seine angenehme Person ein sympathischer Mitstreiter für das Projekt Frauenbergkirche. Sein Abschied war für den Förderverein ein großer Verlust. Als Visionär, der stets in die Zukunft strebte, hatte er sich in seinem letzten Lebensabschnitt das Wiederaufblühen dieser Kirche zum Ziel gemacht. Aus diesem Grunde wird ihm nicht in Trauergesängen, sondern mit wohlklingenden Melodien großer Komponisten, die von Natur und Leben erzählen, gedacht.

Der Förderverein der Kirche hat Künstler von Rang und Namen aus unserer Region eingeladen, die zum ersten Mal in dieser Besetzung mit Werken berühmter Komponisten auftreten werden.

Die erste Künstlerin des Abends, Sabine Rössert-Koye, hat schon früh ihr Leben der Musik verschrieben. Direkt nach dem Studium in München war sie Preisträgerin beim Internationalen Gesangswettbewerb im niederländischen S´Hertogenbosch. Zeitgleich debütierte sie mit Mozarts Zauberflöte am Staatstheater Mainz. Ihr künstlerischer Werdegang führte sie unter anderem nach Heidelberg (La Calisto), Freiburg (Wiener Blut), Wien (La gazza ladra u.v.a.), Salzburg (Die Verkaufte Braut u.v.a.), Innsbruck (Ein Walzertraum u.v.a.), Genua (Elektra), Bilbao (Walküre), in die Schweiz nach England, Italien, Spanien und in die USA.

Zum Repertoire der Sopranistin gehören Werke der sakralen und weltlichen Literatur aller Epochen in acht verschiedenen Sprachen, von der Renaissance bis zur Moderne, sowie Operette, Musical, Klassisches Kunstlied, Wiener Lieder und das traditionelle Wiener Heurigenlied.

Seit 2007 ist sie neben ihrer Tätigkeit als Logopädin und Stimmbildnerin Lehrbeauftragte für Gesang an der Universität Regensburg (Fakultät Kunst- und Gesellschaftswissenschaft am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik) und seit 2016 Lehrbeauftragten-Sprecherin und Dozentin für Stimmphysiologie an der Philosophischen Fakultät in Passau (Abteilung Musikpädagogik).

Der zweite Solist des Abends wird der aus Ostfriesland stammende Cellist Hartmut Caßens sein. Er wird an diesem Abend eine Suite von Bach und das Concerto in D-Dur von Josef Haydn spielen. Aber auch Franz Schubert, Fritz Kreisler, und Gabriel Fauré gehören zu seinem Repertoire. Hartmut Caßens ist stellvertretende Solocellist im Niederbayerischen Landestheater Passau, und wirkt derzeit in Opern- und Operettenproduktionen wie „Der fliegende Holländer“, „Anna Bolena“, „Das Rheingold“, „Der Vetter aus Dingsda“ mit. Er absolvierte sein Musikstudium in Hannover und Detmold. Als Cellist, Musikpädagoge und Kirchenmusiker reist er zwischen Nord- und Süddeutschland hin und her und verbindet seine Begabung zum Cellospiel mit dem Kunsthandwerk eben jenes Instrument auch zu bauen.

Beide Solisten werden von der russischen Pianistin Larissa Stejskal begleitet. Die gebürtige Moskauerin hat ihr Studium an der Musikhochschule Gnesin als Pianistin und Korrepetitorin abgeschlossen. Nach ihrem Studium wurde sie als Klavierlehrerin für 13 Jahre in Gnesin an die Musikschule verpflichtet und trat an vielen unterschiedlichen Konzertpodien in Moskau auf.

Bis 2000 arbeitete sie als Korrepetitorin am Ipollitov-Ivanov Musikcollege, an der Privaten Musikakademie Kontchalovsky und am P. I. Tchaikovsky Konservatorium in Moskau. In der Spielsaison 2011/2012 wurde sie vom Landestheater Passau als Korrepetitorin für Inszenierungen verpflichtet, und gleich darauf erhielt sie eine Lehrbeauftragung für Klavier und schulpraktisches Klavierspiel an der Philosophischen Fakultät Universität Passau. An diesem Abend wird sie all Ihre musikalische Erfahrung als einfühlsame Begleiterin präsentieren.

Die Besucher werden gebeten, die Fahrzeuge auf den ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen, da es an der Kirche keine Parkmöglichkeiten gibt. In der Pause werden Erfrischungen angeboten. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Künstler sind erbeten.


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