27.11.2019, 12:54 Uhr

Neues Nest Zwieseler Jugendfink im Burgdorf eingeflogen

Die diesjährigen Gewinner und Harfenspieler Maria Weinfurnter aus Arnbruck (v. l.) und Tobias Probst aus Kollnburg übergaben die Preistrophäe an Kollnburgs Bürgermeisterin Josefa Schmid. (Foto: pm/Schmid)Die diesjährigen Gewinner und Harfenspieler Maria Weinfurnter aus Arnbruck (v. l.) und Tobias Probst aus Kollnburg übergaben die Preistrophäe an Kollnburgs Bürgermeisterin Josefa Schmid. (Foto: pm/Schmid)

Wanderpreis des Harfenduos Weinfurtner/Probst für halbes Jahr im Rathaus Kollnburg.

KOLLNBURG Der „Zwieseler Fink“, der seit 1939 als Bayerns ältestes Sänger- und Musikantentreffen im Wettstreit ausgetragen wird, fand Anfang November in seinem 80. Jahr seit Bestehen wieder in Zwiesel statt. Während dort die „Woideck Musi“ aus Arnbruck den Erwachsenenfink verliehen bekam, ging der Jugendfink an das Harfenduo Maria Weinfurtner (Arnbruck) und Tobias Probst (Kollnburg). Offiziell haben die beiden Gewinner Maria Weinfurtner und Tobias Probst daher den Wanderpreis Bürgermeisterin Josefa Schmid für das Kollnburger Rathaus überreicht.

Für ein halbes Jahr wird dort der „Jugendfink“ öffentlich sein Nest beziehen, ehe er in einem halben Jahr an das Rathaus Arnbruck weiterfliegen wird. Bürgermeisterin Josefa Schmid nahm den begehrten Volksmusikpreis gerne von den Jugendlichen entgegen und gratulierte mit Geschenken, Urkunde und einem Gutschein zu dieser wertvollen Auszeichnung, über die sich die Gemeinde sehr freue. Kollnburg stelle nun nicht nur zwei ARD-Sommerhitkönige, sondern nach längerer Zeit wieder einen aktuellen Jugendfinkengewinner, freute sie sich mit dem Münchshöfener Tobias Probst zu dessen Gewinn.

Kurios und bemerkenswert sei auch der Umstand, dass genau vor 50 Jahren der Viechtacher Realschulrektor Stefan Spindler mit den „Spindler-Boum“ und vor 30 Jahren Bürgermeisterin Josefa Schmid mit ihren Geschwistern als „Geschwister Schmid“ aus Reichsdorf den Preis gewonnen und nach Kollnburg geholt hat. 1983 war Maria Weinfurtners Mutter mit den „Raith Deandln“ sowie 2010 ihre Brüder, die „Weinfurtner Buam“, ebenfalls bereits unter den Siegern des Zwieseler Jugend-Finks, stellten die Musiker bei ihrem Besuch im Kollnburger Rathaus erstaunt fest.

Das Harfenduo lernte sich vor zwei Jahren über den musischen Zweig an der Staatlichen Realschule in Viechtach kennen. Ihre Musiklehrerin Irmgard Schaffer hatte die beiden auch für den Auftritt beim „Fink“, an dem wieder über 50 Volkssänger und -musikanten nach Zwiesel gekommen waren, um ihr Können unter Beweis zu stellen, vorbereitet. Die beiden Harfenstücke „Margeritenwalzer“ und „Hochberger Harfenweis‘“ von der Traunsteinerin Karin Schroll führten die beiden 17-jährigen Auszubildenden schließlich auch zum überzeugenden Sieg vor der fachkundigen Jury, zu der unter anderem Fernsehmoderation Traudi Siferlinger vom Bayerischen Fernsehen gehört.

Maria Weinfurtner stammt aus Arnbruck und spielt seit drei Jahren Harfe. Gelernt hat sie dies vom Regener Volksmusikexperten Roland Pongratz. Maria Weinfurtner befindet sich derzeit im zweiten Ausbildungsjahr der Berufsschule in Freilassing für Hotellerie und Tourismus und absolviert dort auch parallel die Berufsoberschule.

Tobias Probst, der im Sommer mit einem Notendurchschnitt von 1,17 die Viechtacher Realschule absolvierte, will Lokführer werden. Derzeit wird er von der Deutschen Bahn zum Eisenbahner im Betriebsdienst in München ausgebildet. Zwei Jahre lernte er das Harfespielen autodidaktisch, mittlerweile betreut ihn die Münchner Harfenlehrerin Petra Leipold-Huter.

Öffentlich treten die beiden Harfenspieler seit einem Jahr auf. Wer das Duo in Kollnburg sehen und hören möchte, hat hierzu am zweiten Adventsonntag beim 29. Adventssingen des Heimat- und Volkstrachtenvereins in der Pfarrkirche Kollnburg ab 15.30 Uhr oder beim Neujahrs- und Neubürgerempfang der Gemeinde Kollnburg am 5. Januar um 11 Uhr im Rathaus Gelegenheit.


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