10.07.2019, 11:22 Uhr

Wer den Wind säht Zeitenwende auf Neunußberg

(Foto: Britta Wahlers)(Foto: Britta Wahlers)

50 Jahre Burgfestspiele Neunußberg werden mit „Brand“-neuem Stück gefeiert.

NEUNUßBERG Im Winter 1468/69 erobert der junge Herzog aus München eine Burg im Bayerischen Wald nach der anderen. Seinen modernen Kanonen haben die eben noch rebellierenden Ritter kaum etwas entgegenzusetzen. Um ihre Rechte gegenüber dem Landesherrn zu verteidigen, schlossen sie sich zum Bund der Böckler zusammen – unter ihnen die Neunußberger Warmund und Konrad.

Kurz bevor es zur entscheidenden Schlacht der Mächtigen kommt, prallen auch der impulsive Jäger Jakob und die wilde Vagabundin Frieda aufeinander. Wenn Jakob das Schießpulver ist, ist Frieda das Feuer. Ständig am Rande der Explosion, nähern sich die beiden an und stoßen sich wieder ab – sehr zum Vergnügen der restlichen Dorfbevölkerung. Doch einer glücklichen Zukunft steht nicht nur Jakobs drohende Rekrutierung entgegen, sondern auch Friedas Freiheitsdrang - und ein großes Geheimnis, mit dem sie am Höhepunkt des Böckleraufstands die Nußberger Ritter konfrontiert und so die bestehende Ordnung gehörig ins Wanken bringt. Der Wandel der Zeit hält Einzug auf Neunußberg – mit allen Konsequenzen.

Nach fast einem Jahrzehnt kommt 2019 wieder ein historisches Burgfestspiel über den Böcklerkrieg auf die Bühne von Burg Neunussberg. In Zusammenarbeit mit Autor und Regisseur Jonas Brand sowie Co-Regisseurin Verena Wagner bereitet der Burgfestspielverein die Geschichte über den Aufstand der Bayerwaldritter gegen den Landesherrn aus München komplett neu auf. Rund 30 Spieler werden den Charakteren Leben einhauchen und mit der eigens entworfenen Bühne sowie selbstkomponierter Musik für eine ganz besondere Stimmung am Burganger sorgen. Spannend, tragisch und einen Hauch mystisch wird das Neunußberger Burgfestspiel 2019 sein, aber mindestens genauso emotional und komisch.

Die Gäste erwartet ein kurzweiliges und zeitgemäßes Theatervergnügen im beeindruckenden Mittelalterambiente der Burg.

Autor und Regisseur des neuen Stücks ist Jonas Brand. Der gebürtige Deggendorfer studierte Sprach- und Textwissenschaften an der Uni Passau und bis 2014 Drehbuch und Dramaturgie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Seitdem arbeitet er als freier Autor und schreibt momentan parallel in mehreren Writers‘ Rooms an Serienprojekten. Er war unter anderem als Regieassistent von Sebastian Stern in dessen Kinofilm „Der Hund Begraben“ tätig. Seit kurzem wird er von der Agentur Heppeler vertreten. Er erhielt 2017 den Kulturförderpreis der Stadt Deggendorf und initiierte dort im letzten Herbst das Kurz Film Fest. Außerdem engagiert er sich im sozialen Netzwerk World Wide Woid für die Region.

Aufführungstermine: 20./25./26./27. Juli, 1./2./3. August, Beginn 20.45 Uhr, Livemusik und Schmankerlmarkt ab 19.15 Uhr. Infos und Kartenvorverkauf: Tourist-Information Viechtach, 09942/1661, sowie online unter www.burgfestspiele-neunussberg.de. Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, die Kulturstiftung des Bezirks Niederbayern, die Stadt Viechtach und den Landkreis Regen.


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