23.04.2019, 10:58 Uhr

Abwechslungsreiche Reise Kreisverbands-Gartler auf Kulturfahrt

Die Reiseteilnehmer auf den Treppen des Schlossgartens Miramare am Golf von Triest. (Foto: pm/Hilgart)Die Reiseteilnehmer auf den Treppen des Schlossgartens Miramare am Golf von Triest. (Foto: pm/Hilgart)

Gartenkulturelle Lehrfahrt des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege Regen nach Portoroz/Slowenien und Triest/Italien.

REGEN Die diesjährige Garten- und Kulturfahrt des Kreisverbandes Regen führte 48 Interessierte zusammen mit dem Kreisfachberater und Reisebegleiter Klaus Eder nach Slowenien und Italien. Früh morgens am 11. April startete eine große Gruppe des Gartenbauvereins Zwiesel zusammen mit weiteren Mitgliedern der Vereine Regen, Kaikenried, Arnbruck und Geiersthal mit dem Aschenbrenner Busunternehmen nach Portoroz.

Die Fahrt war kurzweilig, da Mitglieder des Gartenbauverein Zwiesel die einzelnen Etappen zwischen den Rastpausen mit Gedichten, Anekdoten und Quizspielen verkürzten, die sich alle um das Thema Pflanzen und Natur drehten. So war schon am Anfang eine entspannte Atmosphäre zu spüren.

Leichter Nieselregen begleitete die Gartler beim ersten Ziel am frühen Nachmittag im Arboretum Volcji Potok in Slowenien mit großer Tulpenausstellung. Dass der April die verschiedensten Farben der zwei Millionen Tulpenblüten in hundert verschiedenen Sorten und anderer Blumenzwiebeln prachtvoll in Szene setzt, konnte trotzdem gesehen werden. Witterungsbedingt wurde der Spaziergang durch den weitläufigen botanischen Garten etwas verkürzt, aber die Stimmung konnte der Regen nicht trüben: Weitläufig beeindruckten farbenfrohe Tulpen, Hyazinthen und Narzissen.

Nachdem die Anfahrt länger und der Spaziergang kürzer als erwartet ausfielen, waren alle wieder im Zeitplan, um abends im schönen 4-Sterne Hotel Histrion in Portoroz/Slowenien einzuchecken. Allein die Fahrt zum Hotel bergab entlockte vielen ein positives Raunen, als die hügelige Landschaft bei Koper plötzlich den Blick aufs Meer freigab. Das Abendbuffet im slowenisch-europäischen Stil wurde von allen genossen und das Hotel erwies sich im Preis-Leistungs-Verhältnis als Volltreffer.

Am nächsten Morgen führte eine Ausflugsfahrt nach Italien, zuerst zur Grotta Gigante unweit der Hafenstadt Triest. Wer sich 500 Stufen abwärts und auf der anderen Seite weitere 500 Stufen aufwärts zutraute, tauchte ein in diese Riesenhöhle. Die Gesamtlänge beträgt fast 400 Meter und die Gesamttiefe mehr als 150 Meter. Seit 1995 steht die Grotta Gigante im Guinness-Buch der Rekorde als „größte Schauhöhle der Welt“ und die Dimensionen konnte jeder bei den 1000 Stufen erspüren. Es wurde zwischenzeitlich trotz der Gruppengröße mucksmäuschenstill, da sich alle nicht nur auf die Stufen, sondern auch auf die atemberaubende Kulisse konzentrierten. Manche erinnerten die Stalagmiten-Säulen an Schaschlikspieße und die elektrische Beleuchtung setzte gekonnt dieses Naturschauspiel in Szene. Nach genau einer Stunde waren alle glücklich wieder an der frischen Luft und konnten im angrenzenden Restaurant typische italienische Pasta und Pizza genießen.

Anschließend ging es weiter zum nahe gelegenen Castello di Miramare, dem bekannten Schloss am Meer mit gärtnerisch gestaltetem Park. Prachtvoll blühten gerade die Glycinien, die über Laubengänge und in Bäume hinauf ranken. Das Schloss sowie die hübsche Parkanlage wurden den Vorstellungen des Erzherzogs Ferdinand Maximilian von Österreich entsprechend erbaut und zeigten in vielen Details (Brunnen, Formen, Statuen) die große Liebe Maximilians zum Meer.

Das nächste Ausflugsziel, die Wallfahrtskirche Monte Grisa auf dem gleichnamigen 330 Meter hohen Berg, ermöglichte einen tollen Fernblick über den Golf von Triest. Die Kirche wurde aufgrund eines Versprechens durch den Bischof von Triest von 1945 erst Anfang der sechziger Jahre erbaut und so zu einem Wahrzeichen für Frieden und die Vereinigung der Völker.

Der Samstagvormittag stand jedem zur freien Verfügung und die meisten nutzten die Zeit für einen Spaziergang am Meer nach Portoroz oder für einen erholsamen Vormittag im hoteleigenen Spa-Bereich, der mit Pool und mehreren Whirlpools ebenfalls zum Verweilen einlud. Zum Mittagessen hatte der Veranstalter des Frühlingsfestivals – das Gerberhaus aus Österreich – seine Besucher ins Hotel Histrion eingeladen und es wurden Salami, Prosciutto und Käse bei einem Gläschen Wein genossen.

Höhepunkt des viertägigen Ausflugs sollte ein Konzerterlebnis im Tartini Theater in Piran werden. Sepp Schreiner, Veranstalter und Gerberhaus-Geschäftsführer, empfing die Gäste persönlich mit einem Glas Sekt, womit sich die 270 Besucher bei Sonne und auffrischendem Wind auf das bevorstehende Konzert „O sole mio“ einstimmen konnten. Das Motto „Drei Tenöre und ein Himmel voller Geigen“ traf die Stimmung treffend – Akustik, Saalgröße, aber vor allem die Stimmen der drei jungen Tenöre ließen das Konzert zu einem Genuss werden. Italienische Klassiker und große Schlager aus Bella Italia wie etwa „O Sole Mio“ oder „La Donna e Mobile“, aber auch weitere bekannte Lieder wie etwa „Nessun Dorma“ oder „Granada“ haben Klassikkenner bewegt und vielleicht auch einigen anderen auf diese Art und Weise die Liebe zur klassischen Musik nahegebracht.

Am Sonntagfrüh ging es mit dem Reisebus wieder zurück Richtung Regen und Zwiesel, allerdings mit einem weiteren Höhepunkt als Überraschung. Nach einer Fahrt über Nebenstraßen und „Schleichwege“ nahe Ried im Innkreis gab es eine Einkehr beim Weilbacher Most-Bauern mit typischen Brettljausen und Süßspeisen bei regionalem Most.

Nach ereignisreichen vier Tagen Garten- und Kulturfahrt waren sich alle einig: Es war ein sehr abwechslungsreicher Ausflug, für jeden etwas Besonderes dabei und vor allem galt der Dank der gelungenen Organisation und Betreuung durch den Kreisfachberater Klaus Eder. Die Teilnehmer waren sehr rasch zu einer homogenen, lustigen und angenehmen Gemeinschaft geworden und freuen sich schon jetzt auf die nächste Kulturfahrt des Gartenbau-Kreisverbandes.


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