19.09.2018, 15:12 Uhr

Das erste Kapitel ist aufgeschlagen Verein zur Förderung des Literaturhauses Bayerwald-Böhmerwald im Geburtshaus Paul Friedl gegründet

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (l.) und Landrat Sebastian Gruber (r.) mit der Vorstandschaft des Vereins: Kassenprüfer Theodor Bauer (v.l.), erster Vorsitzender Karl-Heinz Reimeier, Kassenwart Bodo Kolb, zweite Vorsitzende Alexandra von Poschinger und Schriftführerin Mirja-Leena Zauner. (Foto: Bezirk Niederbayern)Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (l.) und Landrat Sebastian Gruber (r.) mit der Vorstandschaft des Vereins: Kassenprüfer Theodor Bauer (v.l.), erster Vorsitzender Karl-Heinz Reimeier, Kassenwart Bodo Kolb, zweite Vorsitzende Alexandra von Poschinger und Schriftführerin Mirja-Leena Zauner. (Foto: Bezirk Niederbayern)

Nachdem die „erste Etappe“ erfolgreich absolviert wurde – die Abtragung und Einlagerung des Paul-Friedl-Hauses – gehe es nun darum, das Haus „mit Leben zu füllen“. So führte Bezirkstagspräsident und Vorsitzender des Zweckverbandes Freilichtmuseum Finsterau, Dr. Olaf Heinrich, in die Versammlung am Montag im Finsterau ein. Gut 20 Interessierte waren gekommen, um den „Verein zur Förderung des Literaturhauses Bayerwald-Böhmerwald im Geburtshaus Paul Friedl“ zu gründen.

FINSTERAU Auch für Landrat Sebastian Gruber war es ein „besonderer Tag für das Freilichtmuseum“, das mit dem Paul-Friedl-Haus nun um den Schwerpunkt Literatur erweitert wird. Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Reimeier dankte sowohl dem Bezirk als auch dem Landkreis, da ohne das Engagement beider der Erhalt des Hauses nicht möglich geworden wäre. Als Ziel gab Reimeier an, das wiederaufgebaute Paul-Friedl-Haus mit literarischem Leben zu füllen – über Generationen, die deutsch-tschechische Grenze und Grenzen allgemein hinweg. Er beschrieb Paul Friedl so, wie er ihn selbst kennengelernt hatte: als Autor von Romanen, jedoch kein Romantiker; als vorausschauenden und kritischen Menschen, der aus der Tradition heraus jedoch auch bewusst in der Gegenwart gelebt hat. „Paul Friedl hat stets daran appelliert, dass wir Bayerwaldler selbstbewusst zu unserer Geschichte und Kultur stehen“, so Reimeier, der sein Lieblingszitat des Schriftstellers anfügte: „Niederbayern sind keine niedern Bayern.“

Das Engagement um die historische und zeitgenössische Literatur des Bayerischen Waldes und Böhmerwaldes ist somit laut Satzung das Ziel des Vereins. Als erster Vorsitzender wurde Karl-Heinz Reimeier, als zweite Vorsitzende Alexandra von Poschinger gewählt. Schriftführerin ist Mirja-Leena Zauner, Kassenwart Bodo Kolb und Kassenprüfer Theodor Bauer. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 30 Euro pro Jahr, Schüler und Studenten zahlen zwölf Euro.

Nachdem die Formalitäten schnell erledigt waren und das erste Kapitel damit aufgeschlagen, besichtigten die Gründungsmitglieder den künftigen Standort des Hauses auf dem Museumsgelände. Das Jahr 2019 soll für Planung und Fördermittelakquise genutzt werden, der Aufbau ist dann für 2020 geplant. „Vor allem was das Raum- und Nutzungskonzept anbelangt, werde ich häufig mit dem Verein in Kontakt treten“, erklärte Museumsleiter Dr. Martin Ortmeier.


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