12.12.2017, 20:06 Uhr

Ein Film von Dr. Michael Zehetmair Winter im Bayerischen Wald

(Foto: Bayerischer Rundfunk)(Foto: Bayerischer Rundfunk)

Verschneite Landschaften, kalte Nächte und Menschen, die den Winter im Bayerischen Wald auf ihre ganz besondere Weise erleben. In all das gibt der Film „Winter im Bayerischen Wald“ Einblicke. Vor rund sieben Jahren wurde der Film erstmals ausgestrahlt und zog rund eine Million Zuschauer vor den Fernseher in seinen Bann. Nun zeigt der Bayerische Rundfunk den Beitrag erneut, und zwar am Sonntag, 17. Dezember, von 15.15 bis 16 Uhr, im BR Fernsehen.

MÜNCHEN/BAYERISCHER WALD „Es wurde ein Schneesturm, wie ich ihn nie ahnte, zwei und siebenzig Stunden, ununterbrochen fort“ schrieb der Schriftsteller Adalbert Stifter über einen der Winter, die er im 19. Jahrhundert im Bayerischen Wald erlebte. Wie damals schon, so sind die Winter im Bayerischen Wald auch heute noch rau, zugleich aber auch bezaubernd schön, wie der 45-minütige Film des Bayerischen Rundfunks zeigt.

Sucht man den Winter im Bayerischen Wald, dann findet man ihn – auch in schneearmen Jahren – ganz sicher im Gebiet des Arbers. Auf einer Höhe von 1118 Metern bis hinauf zu 1270 Metern über dem Meer ist dort das Langlaufgebiet Bretterschachten. Eines der schneesichersten Langlaufgebiete in ganz Europa.

Winter, das heißt auch Eisstockschießen. Viele passionierte Stockschützen gibt es im Bayerischen Wald. Herausragend: Die Schützen des „EC Blau Weiss March“. In diesem Jahr haben sie den Europacup gewonnen. Was die Faszination an ihrem Sport ist, das erzählen sie in unserem Film.

Nicht nur in der Natur, auch in der regionalen Kunst findet der Winter Eingang. Beispielsweise im Werk des Spiegelauer Glaskünstlers Klaus Büchler. Fein ziselierter Raureif und andere Wintermotive sind in Büchlers Kunst zu finden.

Ebenso mit dem Winter zu tun hat ein weltweit einzigartiges Projekt, das derzeit in der Nähe des Ortes Mitterfirmiansreut entsteht. Die Rede ist von einer Kirche aus Eis und Schnee. Diese gab es schon einmal, aus der Not geboren. Das war im Jahr 1911, als die Einwohner so hoffnungslos eingeschneit wurden, dass sie nicht einmal zur Christmette die nächstgelegene, gemauerte Kirche, erreichen konnten. Also bauten sie sich kurz entschlossen eine Schneekirche. Hundert Jahre danach soll die moderne Version der Schneekirche im Jahr 2011 an das damalige historische Ereignis anknüpfen.

Und falls Sie nicht wissen, was Weihnachtsbier von normalem Bier unterscheidet? Anton Späth erzählt es im Film. Er ist Geschäftsführer und Braumeister der Osser-Brauerei in Lohberg. In Personalunion, was schon allein erahnen lässt, dass es sich um eine kleine Brauerei handelt. Am Rande bemerkt: Anton Späth steht jeden Morgen um 1.30 Uhr auf. Um zu brauen. Der Bayerische Wald – dort, wo der Mann noch selbst ist. Wenn es so ist.


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