26.09.2020, 10:39 Uhr

Zweiter Versuch Stadt Burghausen will UNESCO Weltkulturerbe werden

Die einmalige Architektur ist touristisches Aushängeschild und Mehrwert. Foto: Burghauser Touristik GmbHDie einmalige Architektur ist touristisches Aushängeschild und Mehrwert. Foto: Burghauser Touristik GmbH

Stadt Burghausen erarbeitet grenzübergreifende Bewerbung der Inn-Salzachstädte

Burghausen. Auf Bestreben des Ersten Burghauser Bürgermeisters Florian Schneider hat sich die Stadt Burghausen erneut um die Aufnahme in die UNESCO Weltkulturerbeliste bemüht und auch folgende Städte und Landkreise im Bewerbungsprozess mitgenommen: Stadt Wasserburg, Stadt Mühldorf, Neuötting, Stadt Burghausen sowie auf österreichischer Seite Schärding.

Federführend organisiert und die Bewerbung bis zur fristgerechten Abgabe inhaltlich erarbeitet hat Eva Gilch, Leiterin des Burghauser Stadtarchives und des Stadtmuseums. „Im Kern geht es stark verknappt dargestellt um „Inn- und Salzachstädte in Deutschland und Österreich“ und zwar deren einzigartige Symbiose aus Lage am Fluss, Handelstradition, Architektur und Städtebau“, erklärt die Historikerin.

„Die Inn- und Salzachstädte zeichnet eine besondere Architektur aus, die natürlich geprägt ist durch die Lage an den jeweiligen Gewässern Inn bzw. Salzach sowie die Handelshistorie, die Reichtum in die Städte brachte und teilweise prunkvolles Bauen möglich machte. Aber auch Dichter, Denker, Künstler wurden schon früh durch die Einzigartigkeit dieser Städte angezogen. Das alles kann man sehen und sollte durch die Aufnahme in die UNESCO-Weltkulturerbeliste noch viel mehr Menschen verständlich und zugänglich gemacht werden“, unterstreicht Bürgermeister Schneider die erneute Bewerbung.

Bereits 2011 hatten sich die Städte gemeinsam mit Rattenberg auf Zutun des Regionalmanagements Tirol beworben, wurden jedoch nicht in die bayerische Vorschlagsliste aufgenommen. „Ich finde, das kann man nicht nur, sondern das muss man noch einmal probieren“, so Schneider.

Die aussagekräftige Bewerbung umfasst 23 Seiten. Als Begründung und Kriterien heißt es:„Die Inn-Salzachstädte in Deutschland und Österreich stellen ein außergewöhnliches Zeugnis einer untergegangenen Kultur dar. Sie stellen ein hervorragendes Beispiel eines Typus von Gebäuden und architektonischen Ensembles dar, die einen oder mehrere bedeutsame Abschnitte der Geschichte der Menschheit versinnbildlichen.“

Gerade touristisch sei diese Bewerbung ein wichtiges Signal, wie Sigrid Resch, Geschäftsführerin der Burghauser Touristik GmbH sagt: „Die Bewerbung wird zurecht wiederholt. Die Inn-Salzach-Architektur ist eine Besonderheit und ein touristisches Aushängeschild. Die grenzübergreifende Bewerbung zeigt zudem einmal mehr die starke Verbundenheit mit den österreichischen Nachbarn. Viele grenzüberschreitende Projekte gibt es bereits, viele Gemeinsamkeiten bestehen. Die Aufnahme in die UNESCO-Weltkulturerbeliste wäre ein weiterer Schritt, gemeinsam Gäste in die Region rund um Inn und Salzach zu bringen“, so Sigrid Resch.