05.09.2019, 12:58 Uhr

Vorbilder Ausstellung in der Altöttinger Stadtgalerie

(Foto: Schickhuber Franz)(Foto: Schickhuber Franz)

Nerud – Brandmeyer - Beer vom 20.09.bis 03.11.2019: Neruds verbindende Künstlerseele

ALTÖTTING. Vorbilder, so nennen der Simbacher Rudolf Beer (*1957 in Teufelseigen) und der Altöttinger Alexander Brandmeyer (*1966 in Bremen) ihre gemeinsame Ausstellung. Ihr Vorbild Josef Karl Nerud (*1900, †1982) ist ein Bindeglied für die sehr unterschiedlichen Künstler, welche beide, ebenso wie Nerud, Mitglieder der Innviertler Künstlergilde sind.

Nerud war schon zu Lebzeiten sehr populär. Durch eine reduzierte und auf das Wesentliche beschränkte Formensprache gelangte er zu einem starken Ausdruck und zu atmosphärischer Dichte. Höhepunkte seines Werkes sind die zahlreichen Zeichnungen und Gemälde der Insel Ibiza. Das leuchtende Weiß war seine fundamentale Erkenntnis. Weiß ist in Neruds Bilderwelt nicht nur Farblosigkeit, sondern erregende, intensiv strahlende Farbigkeit.

In einem lebendigen Interaktionsprozess fließen Sichtweisen und künstlerische Positionen des alten Meisters immer wieder in die Werke der beiden regionalen Künstler mit ein. Drei unterschiedliche, aber doch verbindende Ansätze: das bietet die Ausstellung „Vorbilder“ in der Stadtgalerie Altötting.

Einladung zur Entdeckungsreise

Durch die Ausstellung Vorbilder zieht sich dieses In-Beziehung-Sein von Werken und Künstlern aus unterschiedlichen Generationen wie ein roter Faden, der nicht nur Bilder Einzelner sichtbar macht; auch der spannende Prozess der wechselseitigen Annäherung, Einflussnahme und Weiterentwicklung wird in dieser Ausstellung konkret erlebbar.

Gegenständliche und abstrakte Bilder, Ansichten von Ibiza, Plattenbausiedlungen aus der Slowakei, Altötting von hinten, figurative Malerei und menschenleere Landschaften und vieles mehr zeigen die drei ganz unterschiedlichen Künstler, zwischen denen trotz ihrer Verschiedenheit unverkennbar eine Seelenverwandtschaft besteht.

Öffnungszeiten der Ausstellung, 20. September bis 3. November 2019

Mittwoch/Donnerstag/Samstag: 14 – 17 Uhr

Freitag: 14 – 18 Uhr

Sonntag/Feiertag: 11 – 16 Uhr


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