25.02.2019, 15:19 Uhr

Udo Wachtveitl liest Robert Hültner „Mörderisches Bayern“ auf Abschiedstournee in Burghausen

(Foto: KulturBuero Monika Meyer)(Foto: KulturBuero Monika Meyer)

Krimilesung mit Musik, zusammengestellt von Robert Hültner aus seinen drei Kriminalromanen um den bayerischen Inspektor Paul Kajetan

BURGHAUSEN. Aufmerksamkeit als dem autoritären Dorfpolizisten, gibt die weinerliche Münchner Hauswirtin ebenso überzeugend wie den zwielichtigen Baron mit einem Hauch von Berliner Schnauze. Der Kriminaler ermittelt mit Instinkt und Humor im „revolutionären Oberbayern“ der 20er Jahre und macht den Abend zu einem fesselnden Vergnügen.

Mit fantastischen Tönen und Klängen wird der Text unterlegt und gerahmt: Intensiv und saukomisch der Sound von Posaunist Sebi Tramontana, dem „Meister der Gleittöne“. Seine Töne lachen, meckern, schwatzen, schreien und streiten. Der Percussionist Erwin Rehling schlägt sanft aber eindringlich den programmatischen Bezug zum Text, er lässt lautmalerisch Soldaten marschieren, ein Gewitter dräuen oder macht sich mit chaotischem Rhythmus über Betrunkene lustig. Andreas Koll (Akkordeon), der Komponist dieser „mörderischen“ Klänge, fasst das Geschehen in obskure Quetsch-Laute.

Zusammen mit den Zwischentexten von Schauspieler Hans Kriss lassen die fünf Künstler Robert Hültners ausgefeilten Erzählstil zum ganz großen Kopfkino werden.

Nach über 20 Jahren ist 2019 das letzte Jahr des „Mörderischen Bayern“.

Am Samstag, den 16. März um 19.30 Uhr in der Aula maior (Steinerner Saal) des Klosters Raitenhaslach. Einlass ab 18.30 Uhr.

Tickets in der Stadtbibliothek, der Touristik und dem Bürgerhaus.


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