02.01.2019, 14:54 Uhr

Jugendsozialarbeit „Für den Schüler da sein“

Jugendsozialarbeiterin Ariana Weise im Beratungsgespräch. (Foto: Fotocredit: Stadt Burghausen/Obe)Jugendsozialarbeiterin Ariana Weise im Beratungsgespräch. (Foto: Fotocredit: Stadt Burghausen/Obe)

Ariana Weise hat für die Probleme ihrer Schützlinge, aber auch der Eltern ein Ohr. Sie ist vertrauensvoller Ansprechpartner und Mittler bei Problemen.

BURGHAUSEN. „Mein Hauptantrieb und wichtigster Grund, warum ich diese Aufgabe mache, ist, für die Schüler da zu sein“, so beschreibt Jugendsozialarbeiterin und Erziehungswissenschaftlerin Ariana Weise die Leidenschaft zu ihrer Arbeit. Seit August 2016 arbeitet sie an der Franz-Xaver-Gruber Schule als Jugendsozialarbeiterin und hat sich dort inzwischen das Vertrauen der Eltern, Lehrer und vor allem der Schüler erarbeitet: „Das erste halbe Jahr war nicht so einfach, weil mich noch keiner gekannt hat, aber inzwischen kommen die Schüler von alleine zu mir, wenn sie Probleme haben.“ Die Art der Probleme ist dabei sehr unterschiedlich: Konflikte mit anderen Schülern, Liebeskummer, Probleme mit Lehrern, den Eltern zuhause oder aber auch mit der eigenen Pubertät. „Oft sind die offensichtlichen Probleme aber nur ein Symptom, manchmal steckt etwas ganz anderes, Tieferes dahinter“, erklärt Weise. „Meine Aufgabe ist es dann, gemeinsam mit dem betreffenden Schüler Lösungswege zu erarbeiten. Ganz

wichtig dabei ist, dass ich als Vertrauensperson an die Schweigepflicht gebunden bin, darauf können sich die Schüler verlassen.“

Hauptfokus der Jugendsozialarbeit an der Schule sind Schüler mit Unterstützungsbedarf, „egal, in welcher Hinsicht“, so Weise. „Den Schülern soll ermöglicht werden, die gleiche Chance zu bekommen, wie andere sie haben.“ Dazu gehört auch die Berufsberatung, die Weise zusammen mit der Agentur für Arbeit macht: „Ich möchte dafür sorgen, dass meine Schüler stabilisiert und aufs Leben vorbereitet werden und gut im Arbeitsleben ankommen.“ Klar ist aber auch, dass Weise alleine nicht alle Probleme lösen kann. Manchmal müssen andere Dienste in Anspruch genommen oder weitere Personen involviert werden. „Ich sehe mich dann als zentrale Anlaufstelle, die in einer Art Mittlerposition erkennt, welche Hilfsmöglichkeiten es noch gibt“, beschreibt Weise ihre Arbeit genauer. Dazu hat sich die Jugendsozialarbeiterin ein großes Netzwerk aufgebaut, hat Infos zu Präventionsangeboten oder arbeitet auch mit der Erziehungsberatungsstelle oder den sozialen Diensten des Jugendamtes zusammen, wenn die Eltern damit einverstanden sind.

„Ein großes Anliegen der Schule ist es auch, dass die Schüler miteinander gut auskommen sollen, egal wo sie geboren sind.“ Deswegen nimmt die Schule auch am Projekt für Toleranz „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage teil.“

Damit Schüler und Eltern das Angebot der Jugendsozialarbeit auch außerhalb der Schulzeiten annehmen können, sind auch Nachmittags- und gegebenenfalls Abendtermine möglich.

Erreichbar ist Ariana Weise unter Tel.: 0151/16218625 oder per E-Mail an jugendsozialarbeit.burghausen@gmx.de. Auch an der Hans-Kammerer-Schule und an der Johannes-Hess-Schule betreuen inzwischen mit Teresa Oberhofer und Susanne Riemer zwei Sozialpädagoginnen die Schüler.


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