16.07.2018, 16:09 Uhr

Impressionen vom Samstag Das war vermutlich das Schönste aller Burghauser Burgfeste ...


Die Herzogstadt e.V. kann eine äußerst positive Bilanz ziehen

BURGHAUSEN. Da waren zwei Männer sehr zufrieden, als sie am Samstagabend nach Festzug und dem offiziellen Eröffnungsakt des Burgfestes gemeinsam über die Burg schlenderten: Bürgermeister Hans Steindl und Vizedom Heinz Donner konnten den Abend auf der längsten Burg der Welt genießen. Das Fest 2018 könnte als eines der schönsten in die Annalen eingehen. Und als eines der Bestbesuchten, wie Heinz Donner am Montag bestätigte. Rund 30 000 dürften während der drei Festtage über die Burg flaniert sein. Dazu kamen viele Kinder, deren Zahl nicht erfasst wird, weil sie keinen Eintritt zahlen müssen.

Schon am Freitag war der Andrang groß. „Dieser Abend ist längst kein Geheimtipp mehr“, gaben sich Steindl und Donner gemeinsam überzeugt.

Mehr als glücklich zeigte sich das Stadtoberhaupt auch über den Festzug am Samstag. Der war länger als je zuvor und es gab noch nie so viele Zuschauer in der Altstadt.

Enormes Glück hatten die Burghauser mit dem Wetter. Ein kleiner Schauer ging am Ende des Festzuges am Samstag nieder. Der verzögerte lediglich die Eröffnungsansprachen auf dem Waffenplatz ein wenig. „Wenn ich Schirmherr bin, braucht ihr euch keine Sorgen machen“, betonte Steindl, als er nach dem Regen das Fest zusammen mit dem bayerischen Umweltminister Marcel Huber eröffnete. Der war kurzfristig als Ersatz für Ministerpräsident Markus Söder eingesprungen.

Den traditionellen Begrüßungsschluck aus dem Kupferkrug hatte Huber dagegen zuvor auf dem Stadtplatz verweigert, sodass das Biergefäß von Ingrid Heckner gleich an MdL Martin Huber weiterwanderte. Dass aus dem Krug schon Willy Brandt, Günther Beckstein, Gerhard Schröder und Edmund Stoiber getrunken haben, dürfte nicht der Grund gewesen sein, eher hatte Huber bei der Hitze einfach keine Lust auf Bier. Bei der Eröffnung am Waffenplatz hielt der Minister viel Lob für die Burghauser und die Veranstalter des Burgfestes bereit. Hier werde Tradition wirklich gelebt, stellte Huber fest.

Mit einem Gewitter ging das Burgfest am Sonntag zu Ende. Allerdings kam der Regen erst gegen 18 Uhr, als ohnehin Aufbruchstimmung herrschte.

Auch wenn sich am Montag Heinz Donner nach dem problemlosen Verlauf des Festes erleichtert zeigte, sieht er für nächstes Jahr noch Möglichkeiten, die eine oder andere Verbesserung vorzunehmen.

Zunächst steht aber zusammen mit seiner Frau Claudia eine Dankwallfahrt nach Altötting auf dem Programm. Und eine Kerze will er in der Kapelle auch anzünden, obwohl er evangelisch ist.


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