19.06.2018, 14:29 Uhr

Neuöttinger Arkadenhofkonzerte Holzapfel und Rehling: „Neues von Früher“

(Foto: Werner Bauer)(Foto: Werner Bauer)

Dorfgeschichten aus dem ‚Bayern der 1960er Jahre und widerspenstiger Musik

NEUÖTTING. Erstmals bei den Neuöttinger Gitarrentagen zu Gast sind der Musiker und Literat Erwin Rehling und der Musiker Peter Holzapfel mit ihrem neuen Programm „Neues von Früher“ – mit Dorfgeschichten aus dem Bayern der 1960er Jahre und widerspenstiger Musik. Zu hören sind beide am Freitag, 13. Juli, um 20 Uhr, im Innenhof des Klösterl.

„Neues von Früher“ beschreibt eine kindliche Welt aus heutiger Sicht! Schauplatz dieser wahren und erlebten Ereignisse aus den 1960er-Jahren ist ein kleines Dorf in Oberbayern, in dem Rehling aufwuchs, wo jeder jeden kannte, wo es Anteil nehmende Nachbarschaft gab, der Spielplatz für die Kinder eine weitgehend intakte Natur war. Die scheinbare Idylle birgt Momente voller Tragik, Komik und Humor! Sensible Beobachtungen im Dialekt, Erinnerungen fern jeglicher Wehmut, die ihre Kraft aus der Einfachheit von Sprache und Erlebnis schöpfen. Die Musik dazu: ein hochartifizielles zeitgenössisches Klanggeflecht, rockig, jazzig, experimentell – in direkter Verbindung zu den Geschichten.

Der Schlagzeuger Erwin Rehling ist dem Publikum aus verschiedenen Formationen bekannt. Er war bis 1999 Mitglied der Gruppe „Die Interpreten“, die von der Süddeutschen Zeitung gerne auch als „Volksmusik-Anarchisten“ bezeichnet wurden und mit ihren Improvisationen zu traditioneller alpenländischer Volksmusik die Musikszene Bayerns und Österreichs nachhaltig veränderten.

Zusammen mit dem Posaunisten und Gitarristen Peter Holzapfel hat er 2013 die CD „Umpa Umpa“ eingespielt und stand 2015 für die Musik zur Theaterproduktion „Indien“ auf der Bühne von KULTURmobil. In Neuötting agieren die beiden multiinstrumental: Holzapfel mit Posaune, Gitarren, Melodica, Electronics und Rehling mit Schlagzeug, Steinen, Marimba.

Bei schlechtem Wetter findet das Konzert im Pfarrsaal statt.

Karten für das Konzert gibt es beim Wochenblatt.


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