25.08.2018, 15:30 Uhr

Die „Medizin vom Himmel“ Das Klinikum Amberg verabschiedet Klinikseelsorger Franz Mühlbauer

Pfarrer Mühlbauer (3.von links) bei seinem letzten Gottesdienst im Klinikum St. Marien. (Foto: Klinikum/Donhauser)Pfarrer Mühlbauer (3.von links) bei seinem letzten Gottesdienst im Klinikum St. Marien. (Foto: Klinikum/Donhauser)

14 Jahre war Pfarrer Franz Mühlbauer als Klinikseelsorger am Klinikum St. Marien Amberg tätig. Jetzt wurde feierlich verabschiedet. Oberbürgermeister Michael Cerny hob hervor: „Wir haben hier am Klinikum wirklich die beste Medizin und Technik. Und trotzdem braucht man in schwierigen Lebenssituationen Unterstützung von der Seelsorge – das kann keine Technik leisten.“

AMBERG Besondere Freude an seiner Tätigkeit bereitete Franz Mühlbauer schon immer vor allem die Einzelseelsorge. „Es sei wichtig, sich der persönlichen Belange der Menschen anzunehmen“, so Pfarrer Mühlbauer. Schon während seiner Arbeit in der Gemeinde hat er gemerkt, dass ihm die Begegnung mit Menschen in Not auf persönlicher Ebene besonders liegt. „Ich habe immer schon eine besondere Nähe zu den Leidenden und Kranken gespürt. Deshalb habe ich mich 2004 dazu entschlossen, die frei gewordene Stelle als Krankenhauspfarrer hier anzunehmen.“

Was Franz Mühlbauer hier am Klinikum besonders schätzte, war der harmonische Umgang miteinander: „Ich kann mich gut daran erinnern, dass es mir in meiner Anfangszeit hier alle sehr leicht gemacht haben. Auch die Begegnungen auf den Gängen und Stationen – das war immer eine freundliche Atmosphäre. Dazu wollte ich auch beitragen.“

Seine Hauptaufgabe war es, da zu sein. Und zwar allgemein für Menschen in Not, für die Patienten des Klinikums, für ihre Angehörigen, für Pflegende und Ärzte. Außerhalb des Klinikalltags stand er zudem für Beichtaushilfen und Wallfahrten zur Verfügung. „Außerdem laufen im Klinikum auch jeden Tag Gottesdienste und Zeiten der Anbetung, des Einfindens beim obersten Arzt, dem Allerheiligsten“, erklärt Pfarrer Mühlbauer. Denn „Therapie“ kommt von dem griechischen Wort für „Anbetung“. „Ich möchte gerne den Menschen nie ohne Gott begegnen und ihnen nahe sein, so, wie Gott es schenkt. Deshalb bin ich auch regelmäßig zu den Patienten gegangen, die am längsten da sind, und habe versucht, sie mit der der Medizin vom Himmel in Kontakt zu bringen, die ihnen kein Arzt geben kann, sondern nur die Seelsorge der Priester.“

Das Ende seiner Dienstzeit, sieht Pfarrer Franz Mühlbauer mit einem lächelnden und einem weinenden Auge: „Mein Nachfolger hat mich ja mich ja bereits unterstützt und ich weiß, dass meine Aufgaben hier weiterhin in guten Händen sein werden. Aber andererseits fällt es mir trotzdem ein bisschen schwer zu gehen, weil ich sehr gerne am Klinikum für die Menschen da war.“

Der Vorstand der Klinikums Manfred Wendl verabschiedete sich mit folgenden Worten: „Herzlichen Danke für Ihren unermüdlichen Einsatz um das Wohl unserer Patientinnen und Patienten. Sie waren stets da, wenn Sie unsere Patientinnen und Patienten oder deren Angehörige gebraucht haben. Wir wünschen Ihnen nur das Allerbeste, viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit im neuen Lebensabschnitt.“


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