18.06.2020, 15:26 Uhr

Überraschende Entscheidung Papst emeritus Benedikt XVI. besucht seinen schwer kranken Bruder Georg Ratzinger in Regensburg

Georg Ratzinger.  Foto: ceGeorg Ratzinger. Foto: ce

Es ist ein überraschender Besuch am Krankenbett. Papst emeritus Benedikt XVI. flog am Donnerstagvormittag von Rom nach Bayern, um an der Seite seines schwer erkrankten 96-jährigen Bruders zu sein. Es ist vielleicht das letzte Mal, dass sich die beiden Brüder – Georg und Josef Ratzinger – in dieser Welt sehen.

Regensburg. Das Bistum Regensburg bittet die Öffentlichkeit, diese zutiefst persönliche Begegnung in ihrem privaten Rahmen zu belassen. „Sie ist ein Herzenswunsch der beiden hoch betagten Brüder und verträgt weder Fotos, noch öffentliche Auftritte, noch darüber hinausgehende Begegnungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür.“

Alle Menschen, die ihre Anteilnahme zum Ausdruck bringen wollen, sind herzlich eingeladen, ein stilles Gebet für die beiden Brüder zu sprechen.

Der 93-jährige Papst emeritus landete am Donnerstag gegen 11.45 Uhr in München. Dort hieß ihn Bischof Rudolf Voderholzer herzlich willkommen und begleitete ihn auf der Weiterfahrt nach Regensburg. Der Papst emeritus wohnt im Priesterseminar des Bistums Regensburg. Das Datum seiner Rückreise steht noch nicht fest. Benedikt XVI. reist in Begleitung seines Sekretärs, Erzbischof Georg Gänswein, seines Arztes, seines Pflegers und einer Ordensfrau. Der Papst emeritus traf die Entscheidung für die Reise zu seinem Bruder nach Regensburg kurzfristig, nachdem er sich mit Papst Franziskus beraten hatte.

Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, erklärt zum Besuch: „Mit großer Freude und Respekt heiße ich den emeritierten Papst Benedikt XVI. in Deutschland willkommen. Wir freuen uns, dass er, der unserer Bischofskonferenz einige Jahre angehört hat, in die Heimat gekommen ist, wenngleich der Anlass ein trauriger ist. Der emeritierte Papst will seinem Bruder, Apostolischer Protonotar Dr. Georg Ratzinger, nahe sein, dessen Gesundheitszustand sich verschlechtert hat. Von Herzen wünsche ich Papst em. Benedikt XVI. einen guten Aufenthalt in Deutschland und die notwendige Ruhe, um sich privat um den Bruder zu kümmern. Meine Gebete werden den Aufenthalt des Papstes und die Wegstrecke seines Bruders Georg begleiten.“


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