28.05.2020, 23:40 Uhr

10.000 Euro Förderung Kanzelförderverein St. Michael Köfering erhält Unterstützung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

DIe Kanzel der Schlosspfarrkirche St. Michael in Köfering vor der Anbringung. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/SchabeDIe Kanzel der Schlosspfarrkirche St. Michael in Köfering vor der Anbringung. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

10.000 Euro stellt die (DSD) für die Fertigstellung der Restaurierung an der wiederangebrachten Kanzel in der Schlosspfarrkirche St. Michael in Köfering zur Verfügung.

Köfering. Damit lassen sich der Treppenaufgang wiederherstellen, Vergoldungsarbeiten ausführen und die Wandanschlüsse nach der über 50-jährigen Auslagerung des Predigtstuhls erneuern. Die DSD leistet auf diese Weise auch ihren Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und hochqualifizierten Handwerksbetriebe, um diese wichtigen Arbeitsplätze erhalten zu helfen. Die Schlosspfarrkirche gehört nunmehr zu den über 450 Projekten, die die private DSD dank Spenden, Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie Mittel der „GlücksSpirale“, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Die St. Michaelskirche mit Walmdach, Flankenturm und Zwiebelhaube ist ein spätbarockes Gotteshaus. 1717 wurde der Saalbau an den ehemaligen Westturm von 1618 gebaut. Wichtigstes Ausstattungselement der Kirche ist das im Jahr 1859 von Graf Maximilian von Lerchenfeld gestiftete spätgotische Tafelbild der Kreuzigung Christi. Zahlreiche Grabdenkmäler der ortsansässigen Familie von Lerchenfeld aus dem 16. bis 18. Jahrhundert sind ebenfalls erhalten. 1930 wurde die Kirche nach Westen erweitert. Die Kanzel aus der Zeit um 1720 wurde 1963 mit der kompletten Innenausstattung aus der Kirche entfernt und zunächst in das Gräfliche Schloss, danach in verschiedene Depots der Bischöflichen Kunstsammlungen Regensburg verbracht. Seit 2013 befand sie sich in einem privaten Stadel im Köferinger Orsteil Egglfing.

Für die Wiedererrichtung der Kanzel, die ihre Rettung dem Gräflichen Haus Lerchenfeld verdankt, setzte sich zuletzt insbesondere der eigens zu diesem Zweck gegründete e. V. ein. Er initiierte und betreute Arbeiten an der Kanzel und sorgte in Eigenleistung und mit großem Engagement für die bildhauerischen Ergänzungen an den fehlenden hölzernen zierplastischen Elementen an Korpus und Schalldeckel. Im letzten September wurde der Kanzelaufgang in historischer Form fertiggestellt. Die Rückführung bedingt weitere Maßnahmen, wie die Wiederherstellung des barocken Erscheinungsbilds des Gestühls im Bereich der Kanzel, also eine Einkürzung einzelner Bankreihen sowie damit verbundene flankierende restauratorische, statische und handwerkliche Arbeiten und eine Neuordnung einzelner Skulpturen. Freilich ist die Rückführung der Kanzel ein Beispiel für die Reparatur einer Fehlstelle im Kirchenraum. Verdienste hat sich in diesem Zusammenhang auch das Ortskuratorium Regensburg der DSD erworben.


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