20.05.2020, 19:55 Uhr

Bischof besucht Caritas Regensburger Sonntagsbibel als Dank für den Einsatz in Corona-Zeiten

Bischof Rudolf Voderholzer übergibt die Regensburger Sonntagsbibel an Caritasdirektor Michael Weißmann. Foto: Burcom, Regensburg/FickBischof Rudolf Voderholzer übergibt die Regensburger Sonntagsbibel an Caritasdirektor Michael Weißmann. Foto: Burcom, Regensburg/Fick

Bischof Rudolf besuchte auf Einladung von Caritasdirektor Michael Weißmann die Caritaszentrale in Regensburg. Er wollte „seiner“ Caritas in Zeiten des Corona-Ausnahmezustandes die Ehre erweisen und seine besondere Wertschätzung gegenüber der Caritas-Arbeit zum Ausdruck bringen. Als Dankeschön hatte er signierte Ausgaben der Regensburger Sonntagsbibel im Gepäck.

Regensburg. „Es wird oft gefragt“, so Bischof Rudolf, „was die Kirche denn tue, um in der Corona-Krise zu helfen. Eine Antwort“, so der Bischof, „finden Sie hier!“ Die Corona-Krise, ergänzt Caritasdirektor Michael Weißmann, traf die Armen und Bedürftigen als erstes. Als nach dem Lockdown in Regensburg sonst übliche Hilfsangebote wegfielen, begann die Nothilfe schon mit warmen Mahlzeiten oder Essenspaketen. Darüber hinaus, so der Direktor, brauchen Viele Unterstützung durch individuelle Beratungen – auch wenn Türen zu sind und kein Parteiverkehr mehr möglich ist. Die Caritas hat hier in kürzester Zeit ein Telefon- und Onlineangebot aufgebaut und beispielsweise für Obdachlose Handys gesammelt, damit diese auch anrufen können. Erst in diesen Tagen werden die regulären Angebote wieder hochgefahren – unter strengen Hygienevorgaben, wie überall.

Buchstäblich an der Corona-Front kämpften von Anfang an die Pflegekräfte überall im Land, in Kliniken, Altenheimen oder ambulanten Diensten. Eine hochansteckende Erkrankung, zum Teil fehlende Schutzausrüstung und oft schwierige Rahmenbedingungen bedeuteten für alle Beteiligten größte Herausforderungen. Zum Caritasverband Regensburg gehört das Krankenhauses St. Josef sowie über 50 Alten- und Pflegeheime. Die Situation in den Heimen, wo wegen der besonderen Gefährdungslage viele Schutzmaßnahmen den Pflegealltag erschweren und wo über Wochen kein Besuch empfangen werden durfte, spielte im Gespräch mit dem Bischof eine große Rolle.

Schließlich: Über 400 katholische Kindergärten gibt es im Bistum, sie werden vom Caritasverband fachlich betreut und in über 120 Einrichtungen auch geschäftsgeführt. „Corona bedeutet hier nicht nur Notbetreuung“, so Direktor Weißmann, „leider bringt Corona auch das Thema häusliche Gewalt auf den Plan.“ Viele Fachkräfte sind auch da telefonisch mit den Familien verbunden, wo Eltern ihre Kinder nicht in die Kita bringen dürfen.

„Die Coronakrise fordert uns in vieler Hinsicht, aber“, so bekräftigt Michael Weißmann, „ich möchte ohne Abstriche sagen: Wir sind da!“

Als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung überbrachte der Bischof acht Exemplare der , die er handschriftlich den Abteilungen der Caritas und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Dank und Segenswünschen gewidmet hatte. Diese einzigartige Schrift greift die jahrhundertealte Tradition der Hausbibeln auf und zeigt sich dabei ganz ortsnah: Sie enthält nicht nur sämtliche Lesungen der Sonn- und Feiertage, sondern auch Kommentare und Bemerkungen vom emeritierten „Regensburger Papst“, Benedikt XVI. Darüber hinaus wird jeder Schriftlesung mit einem Kunstwerk aus dem Bistum Regensburg illustriert. Bischof Rudolf möchte damit die Liebe zum Wort Gottes und zur kirchlichen Heimat sowie die Sonntagskultur fördern.


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