16.01.2020, 13:26 Uhr

Finanzielle Mittel für Workshops Diözese Regensburg unterstützt Sexualkundeunterricht an Schulen


Für das Geschäftsjahr 2020 hat der Diözesansteuerausschuss im Bistum Regensburg einen Fonds ins Leben gerufen, der Workshops an Schulen finanziell unterstützt, die Kinder und Jugendliche durch die Pubertät begleiten. 50 Prozent der Honorarkosten für Referentinnen und Referenten werden somit durch den Zuschuss der Diözese Regensburg abgedeckt, die damit die Familien entlasten möchte.

REGENSBURG Vier verschiedene Workshops werden an Regel- und Förderschulen angeboten. Sie gehen auf die Initiative des Vereins MFM „My Fertility Matters“ (zu deutsch: Meine Fruchtbarkeit ist wertvoll) zurück und wollen die Kinder und Jugendlichen in ihrer sexuellen Entwicklung sensibilisieren und stark machen. Es ist das bundesweit größte sexualpädagogische Programm mit rund 350 freiberuflichen Referentinnen und Referenten, die in ihren Workshops bisher rund eine Million Schülerinnen und Schüler erreicht haben. Einer der größten Unterstützer des MFM-Programms ist die katholische Kirche. Allein in allen sieben bayerischen Diözesen und darüber hinaus gibt es Mitarbeiter, die die Workshops koordinieren und die MFM-Standards überwachen. Im Bistum Regensburg gibt es unter anderem in Regensburg, Straubing, Landshut, Schwandorf, Roding, Tirschenreuth und Mainburg insgesamt 25 diözesane Referenten. 2019 konnten an den staatlichen und katholischen Schulen auf Bistumsebene 431 Workshops und 65 Eltern-Info-Vorträge angeboten werden. Das große Interesse an dem Bildungsangebot zeigt auch, dass bereits zum Jahresbeginn der Fonds und die Kapazitäten der Referenten für 2020 ausgeschöpft sind.

Sexualpädagogische Begleitung von Grundschülern bis zum jungen Erwachsenen

Spermien, die als Agenten das Überleben der Menschheit sichern, die Gebärmutter als Luxussuite für einen ganz besonderen Gast und Eierstöcke als wertvolles Schatzkästchen: In den vier verschiedenen Workshops werden die Kinder und Jugendlichen mit Basiswissen ausgestattet, um sie auf das groß- und einzigartige Wunder in ihrem Körper vorzubereiten. Die Angebote unter dem Leitgedanken „Nur was ich schätze, kann ich schützen“ sind: „KörperWunderWerkstatt“: Ergänzend zum Sexualerziehungsunterricht in der 4. Klasse Grundschule erfahren die Mädchen und Jungen kindgerecht und geschlechtsgetrennt in einem interaktiven Mitmachtheater, was sich in der Pubertät verändert. Anschaulich lernen die Schüler die weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane kennen und erfahren behutsam, wie ein neues Leben entsteht. Die „Zyklusshow“ ist eine einzigartige, anschauliche und liebevolle Darstellung des weiblichen Zyklusgeschehens. Dabei erleben zehn- bis zwälfjährige Mädchen (fünfte bis sechst Klasse) mit Hilfe der Bühne des Lebens die Vorgänge in ihrem eigenen Körper. Im Workshop „Agenten auf dem Weg“ erleben zehn- bis zwölfjährige Jungen (fünfte bis sechste Klasse) was in ihrem Körper geschieht, wenn sie sich vom Jungen zum Mann entwickeln. Dabei schlüpfen die Jungen als Spezialagenten in die Rolle der Spermien. „WaageMut“ ist ein sexualpädagogischer Workshop für Jugendliche ab der 8. Klasse und junge Erwachsene mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten: 1. Basiswissen zur Fruchtbarkeit, 2. Wirkweise verschiedener Verhütungsmethoden. 3. Aspekte und Impulse für eine gelingende Beziehung.

Eltern sind Ansprechpartner Nummer 1 für die Kinder. Auch wenn es um Themen rund um Sexualität und Fruchtbarkeit geht. In Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) geht aus diesem Grund den Programmangeboten in der Regel ein Informationsvortrag für Eltern und Interessierte voraus, der Transparenz und eine Grundlage für eine Kommunikation zwischen Eltern und Kindern bietet.

Ansprechpartnerin für die MFM-Angebote im Bistum Regensburg ist Doris Bräuherr von der Fachstelle Ehe und Familie unter der Telefonnummer 0941/ 597-2217 oder per Mail an mfm@bistum-regensburg.de. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.mfm-deutschland.de.


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