18.10.2019, 14:48 Uhr

Neun Konzerte in zehn Tagen Die Regensburger Domspatzen gehen auf Herbstkonzertreise

Kurz vor der Abfahrt: Domkapellmeister Christian Heiß (ganz rechts vorne), Chormanagerin Christina Ostrower (links), Chortheologe Christian Hambsch (2.v.l.) und Chorpräfekt Simon Wittkowsky (3.v.l.) freuen sich gemeinsam mit dem Chor auf eine spannende Konzertreise. (Foto: Weigl/Domspatzen)Kurz vor der Abfahrt: Domkapellmeister Christian Heiß (ganz rechts vorne), Chormanagerin Christina Ostrower (links), Chortheologe Christian Hambsch (2.v.l.) und Chorpräfekt Simon Wittkowsky (3.v.l.) freuen sich gemeinsam mit dem Chor auf eine spannende Konzertreise. (Foto: Weigl/Domspatzen)

56 Domspatzen sind heute zur jährlichen Herbstkonzertreise aufgebrochen. Sie touren erstmals unter der Leitung ihres neuen Domkapellmeisters Christian Heiß zehn Tage lang durch Deutschland. In neun Städten gibt der weltberühmte Knaben- und Männerchor Konzerte. Am Ende der Reise steht ein Abstecher nach Luxemburg.

REGENSBURG Den Auftakt bildet das Konzert in der Stuttgarter Stiftskirche, in der renommierten „Stunde der Kirchenmusik“. Über Gößweinstein und Heppenheim geht es nach Nordrein-Westfalen und ins Münsterland, wo beispielsweise Konzerte in Münster und in der Wallfahrtsbasilika zu Kevelaer geplant sind. Den Abschluss der Reise bildet ein Abstecher nach Junglinster in Luxemburg. Der dortige Bischof und der deutsche Botschafter haben sich bereits als Gäste des Konzerts angesagt. „Ich freue mich auf die erste größere Reise mit meinem Chor“, sagt Domkapellmeister Christian Heiß. Erst seit September ist er Chef der Regensburger Domspatzen. In den vergangenen sechs Wochen konnte er seine neuen Sänger kennenlernen und das Konzertprogramm einstudieren. Das Programm der geistlichen A-Cappella-Konzerte ist mit „Singet dem Herrn“ überschrieben. Die musikalische Klammer bildet die Vertonung dieses Psalms von Claudio Monteverdi und Heinrich Schütz. Zu hören sind Motetten verschiedener Komponisten der Musikgeschichte. Neben einer Bach-Motette erklingen auch zeitgenössische Kompositionen. „Unser Gesang ist immer auch eine Botschaft des Glaubens. Wir dürfen in vielen wunderbaren Kirchen singen“, sagt Heiß.

Seit vielen Jahrzehnten gehen die Regensburger Domspatzen im Oktober auf Herbstkonzertreise. Diese Tour durch Deutschland macht den Sängern besondere Freude. Jeden Tag ein neuer Ort und neue Menschen. Die Sänger sind größtenteils privat bei Familien, aber auch in Hotels oder Jugendherbergen untergebracht. Neben den Konzerten und der Probe für die Konzerte bleibt noch genügend Freizeit. Geplant ist zum Beispiel auch eine Führung mit Christoph Daum durch das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund.

Die Regensburger Domspatzen

Die weltbekannten Regensburger Domspatzen sind der wahrscheinlich älteste Knabenchor überhaupt. Vor über 1.000 Jahren, im Jahr 975, gründete Bischof Wolfgang eine eigene Domschule, die neben dem allgemeinbildenden Unterricht besonderen Wert auf die musikalische Ausbildung legte. Die erste Aufgabe der Domspatzen ist die musikalische Gestaltung der Liturgie im Regensburger Dom. Zum Campus der Domspatzen gehören heute neben dem Chor- und Stimmbildungsbereich auch eine Grundschule, ein Gymnasium und ein Internat. Ganztagsbetreuung ist seit Jahrzehnten selbstverständlich. Zur Schulausbildung gehört auch der kostenlose Unterricht in mindestens einem Instrument. Weitere Infos aus der Welt der Domspatzen: www.domspatzen.de.

Die Tourdaten

Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr: Stuttgart – Stiftskirche

Samstag, 19. Oktober, 19.30 Uhr: Gößweinstein – Wallfahrtskirche

Sonntag, 20. Oktober, 19.30 Uhr: Heppenheim – Pfarrkirche St. Peter

Montag, 21. Oktober, 20 Uhr: Bad Sooden-Allendorf – Kirche St. Crucis

Dienstag, 22. Oktober, 20 Uhr: Münster – Überwasserkirche

Donnerstag, 24. Oktober, 20 Uhr: Oelde – Kirche St. Johannes

Freitag, 25. Oktober, 20 Uhr: Kevelaer – Wallfahrtskirche

Samstag, 26. Oktober, 20 Uhr: Junglinster (LUX) – Pfarrkirche St. Martin

Sonntag, 29. Oktober, 10.30 Uhr: Echternach (LUX) – Basilica Minor


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