12.09.2019, 09:21 Uhr

Kultur 150 Jahre nach der Vollendung – Regensburger Domtürme werden illuminiert

Illumination der Regensburger Domtürme. (Foto: Spectaculaires, Allumeurs d’Images)Illumination der Regensburger Domtürme. (Foto: Spectaculaires, Allumeurs d’Images)

Es ist heute kaum noch vorstellbar, dass der Regensburger Dom gut 350 Jahre lang keine Turmspitzen hatte. Erst ab dem Jahr 1859 wuchsen die Türme empor. Am 29. Juni 1869 schließlich war es dann vollbracht: Seitdem ragen die Domtürme 105 Meter hoch über die Dächer der Stadt. Sie sind zu „dem“ Wahrzeichen Regensburgs geworden.

REGENSBURG 150 Jahre Vollendung der Regensburger Domtürme – in diesem Sommer wird Jubiläum gefeiert: mit einem Pontifikalamt und einer Domkirchweih auf dem Domplatz, mit Ausstellungen in St. Ulrich und an verschiedenen Spielorten, mit einem virtuellen Balanceakt zwischen der Domspitzen, mit einem Skulpturenprojekt des Künstlers Otmar Hörl auf dem Neupfarrplatz und einer Aufführung von Mahlers Auferstehungs-Symphonie im Dom.

Illumination der Domtürme: La cathédrale magique vom 22. bis 27. September

Eines der Highlights aus dem umfangreichen Programm ist die spektakuläre Licht-Performance, die an der Westfassade des Doms St. Peter zu sehen sein wird. Von 22. bis 27. September wird man die Illumination „La cathédrale magique“ immer nach Einbruch der Dunkelheit bestaunen können. Täglich wird es drei Vorführungen geben, jeweils um 19.30, 20.30 und 21.30 Uhr. Jeweils kostenfrei. Es sind keine Tickets notwendig.

Durch die Inszenierung werden Skulpturen, Fialen und Architekturdetails in einem neuen, mystischen Licht erscheinen. Die französische Künstlergruppe „Spectaculaires“ zeichnet für diese beeindruckende Illumination verantwortlich. Untermalt wird das Ganze akustisch. Dieses einmalige Kunsterlebnis sollte man sich nicht entgehen lassen!

Licht-Spektakel lässt den Regensburger Dom erstrahlen

Nach den Illuminationen der Jahre 2001 und 2006 an der Südseite des Doms sowie „Dom im Licht“, das 2009 mit Lichtbildeffekten arbeitete, wird in diesem Jahr mit modernster Technik und zehn Videoprojektoren ein interaktives Kunstwerk zwischen Licht und Architektur inszeniert. Angestrahlt wird die Westfassade des Dom St. Peter, also die Fassade mit den beiden Domtürmen. Am besten zu erleben ist die rund 15-minütige Lichtshow auf dem Areal zwischen Dombuchhandlung und Hutkönig am Dom.

Sperrung des Domplatzes

Der Domplatz ist für die Aufführungen ab Optik Fielmann/Ecke Pfauengasse jeweils ab 19 Uhr bis spätestens 23 Uhr für den Verkehr gesperrt. Die Umleitung für Rettungsfahrzeuge bzw. für Hotelgäste erfolgt über Pfauengasse, Drei-Helm-Gasse und Neupfarrplatz.

La cathédrale magique – die wechselhafte Geschichte vom Bau des Doms und seiner Türme

Die Licht-Inszenierung an der Domfassade wird musikalisch und erzählerisch begleitet: Der Erminoldmeister erzählt einem jungen Menschen über den „Lachenden Engel“ und die Entstehung des Regensburger Domes. Lichteffekte und Erzählung blicken zurück auf den romanischen Vorgängerbau des Domes, berichten vom schwerwiegenden Brand, von der jahrelangen und kräftezehrenden Bauzeit und schließlich von der Vollendung mit dem Bau der beiden Domtürme. Vor 150 Jahren wurden ja die Türme, insbesondere auf Initiative des bayerischen Königs Ludwig I., Bischof Senestrey und der Regensburger Bevölkerung, in die Tat umgesetzt.

Die Künstler

„Spectaculaires – Allumeurs d’Images“ ist ein Projekt rund um Benoît Quéro, den „Meister des Lichts“ (Le Télégramme). Auf höchstem Niveau animierte Videoprojektionen mit modernster Mapping-Technik werden von den französischen Licht-Spezialisten für große Inszenierungen weltweit kreiert. Die Macher von „Spectaculaires“ erzählen Geschichten – auf wunderbare und einzigartige Weise. Ihre Licht-Inszenierungen und Shows sind poetisch und spektakulär, emotional und erstaunlich, treffen sie doch stets auf beeindruckende Architektur und außergewöhnliche Orte. Ihre Kunst ist es, Menschen zum Staunen zu bringen.


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