19.07.2019, 12:52 Uhr

Neue Zahlen liegen vor Das Bistum Regensburg startet erneut die Aktion „Austrittstelefon“

(Foto: www.20er.net/123rf.com)(Foto: www.20er.net/123rf.com)

2018 haben 8.321 Katholiken (0,7 Prozent) im Bistum Regensburg ihren Austritt aus der Kirche erklärt.

REGENSBURG Die offiziellen Austrittszahlen im Bistum Regensburg für das vergangene Jahr liegen vor: 2018 haben im Bistum Regensburg insgesamt 0,7 Prozentder Katholikinnen und Katholiken ihren Austritt aus der Kirche erklärt. Von den 1,15 Millionen Katholiken waren das 8.321. Das bedeutet, dass pro 1.000 Katholiken rund sieben einen Austritt vollzogen haben. „Die Kirche respektiert diese Entscheidungen. Gleichzeitig empfinden wir es als schmerzhaften Verlust, dass diese Menschen unsere Gemeinschaft verlassen haben.“

Die Aktion „Austrittstelefon“ – „Bitte rufen Sie an!“

Bereits seit mehreren Jahren bietet die Diözese Regensburg in den Sommerwochen die Aktion „Austrittstelefon“ an. Mehrere Vertreter der Diözese stehen für ein offenes Gespräch am Telefon bereit. Jeder ist eingeladen, um über die ‚Themen zu reden, die ihnen wichtig sind. Die Aktion läuft vom 19. Juli bis 31. August.

Das sind die Menschen, die sich auf einen Anruf freuen:

Diakon Michael Weißmann, Regensburg, Telefon 0151/ 73029484 (vom 19. Juli bis 4. August 2019 erreichbar)

Diakon Michael Weißmann leitet die Caritas im Bistum Regensburg. Er war Klinikseelsorger und ist ein erfahrener Berater.

Schwester Maria Benedikta Rickmann, Regensburg, Telefon 0177/ 1629613, (von Montag bis Samstag von 14 bis 16 Uhr erreichbar)

Schwester Dr. Maria Benedikta Rickmann lebt seit sieben Jahren im Dominikanerinnenkloster Heilig Kreuz in Regensburg in Klausur. Im Mai dieses Jahres legte sie die ewige Profess ab. Sie promovierte in Theologie und lehrte als Professorin in Italien und Frankreich.

Msgr. Thomas Schmid,Telefon 0151/ 64091669

Thomas Schmid ist Priester im Bistum Regensburg. Zu seinen Aufgabenstationen zählt der Einsatz als Präses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, als Sozialpfarrer und als Beauftragter für Missionarische Pastorale Dienste.

Pfarrer Georg Flierl, Tirschenreuth, Telefon 096311451, Mail info@pfarrei‐tirschenreuth.de (vom 19. Juli bis 25. August 2019 erreichbar)

Pfarrer Flierl wirkt seit vielen Jahren als Seelsorger in den ihm anvertrauten Pfarreien des Bistums. Mit seiner langjährigen seelsorglichen Erfahrung weiß er um die Sorgen und Nöte der Menschen. Sollten Sie einen unserer Ansprechpartner nicht erreichen können, so werden Sie zurückgerufen. Bei allen Gesprächen unterliegen die genannten Gesprächspartner der Verschwiegenheitspflicht.

Schwester Benedikta: „Der Weg mit Gott kann weitergehen!“

„Ich finde es wichtig, dass man miteinander spricht. Dass man über die Suche nach Gott redet“, betont Schwester Benedikta Rickmann, eine der Kontaktpersonen beim Austrittstelefon: „Die Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, haben mit Gott nicht unbedingt für immer Schluss gemacht. Es kann sein, dass da noch sehr intensive Wünsche an ihn gerichtet werden, dass der Weg weiter geht wo auch immer, wie auch immer. Die Menschen, die diesen Entschluss gefasst haben, sollen wissen: Wenn sie eines Tages wieder eintreten, macht ihnen niemand einen Vorwurf. Es ist nicht die Sünde aller Sünden, so dass man sich in der Kirche nicht mehr blicken lassen darf, sondern es ist ein Weg, den viele Menschen gehen, da in der heutigen Zeit sehr intensiv gesucht wird.“ Schwester Benedikta möchte den Menschen Mut machen, das Gespräch mit ihr zu suchen und freut sich schon jetzt auf zahlreiche Anrufe!

Diakon Michael Weißmann: „Ich bin neugierig und gespannt!“

Diakon Michael Weißmann, der bereits vergangenes Jahr als Ansprechpartner beim Austrittstelefon mitgewirkt hat und auch heuer wieder zur Verfügung steht, erinnert sich an gute und sehr intensive Gespräche, die teilweise in seelsorgliche Bereiche geführt haben. Es meldeten sich unter anderem Menschen, die mit ihren Lebensentwürfen Schwierigkeiten bekommen hatten, Menschen die selbstverständlich auch Kritik an der Kirche äußerten, was aber trotzdem sehr oft zu sehr guten Gesprächen geführt hat. „Meine erste und originäre Aufgabe bei unserer Aktion sehe ich darin, zuzuhören. Ich komme ursprünglich aus der Beratung, habe viele Jahre in der Klinikseelsorge und der Ehe, Familien‐ und Lebensberatung gearbeitet und bin daher mit all diesen Lebensthemen vertraut. Von daher bin ich sehr neugierig und gespannt, was heuer auf mich zukommt!“, so Michael Weißmann.


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