11.07.2019, 18:55 Uhr

Sturm mit Windstärke 9 Kreuzblume vom Domturm gefallen – Schutz- und Arbeitsgerüst wird errichtet

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Die Dombauhütte des Staatlichen Bauamtes Regensburg hat nach dem Unwetter am Montag, 1. Juli, Schäden an einer von acht Fialturmspitzen in einer Höhe von circa 80 Metern festgestellt. Dabei hat sich eine der Kreuzblumen auf der Turmhelmgalerie gelöst, diese ist aber von dem vorhandenen Hängegerüst aufgefangen worden.

REGENSBURG Grund für den Steinbruch an der Kreuzblume zum Zeitpunkt des schweren Sturms mit Windstärke 9 am Montag ist jedoch nicht die 2012 an der Südwestecke des Südturmes erkannte Problematik der Rostsprengung der steininn-ren eisernen Verbindungsdübel, sondern nach jetzigem Stand die außen liegende, aber querschnittsschwächende Verklammerung der einzelnen Steine der gotischen Architekturelemente. Die Verklammerungen stammen teilweise aus den 1910er- und 1950er-Jahren.

Ein erhöhtes Risiko geht von den restlichen sieben Fialtürmen nach Einschätzung der Experten der Dombauhütte derzeit dennoch nicht aus; die seit August 2015 angebrachte Einhausung und Teilsperrung des Domplatzes bleibt im bisherigen Umfang bestehen. Unabhängig davon wird jedoch als vorbeugende Sicherheitsmaßnahme bis Ende dieser Woche über Ausleger ein Schutz- und Arbeitsgerüst auf der Turmhelmgalerie nach Westen und Süden, den beiden Wetterseiten des Südturms, angebracht. Anschließend werden drei Fialtürme sowie zwei Wimperg-Kreuzblumen abgebaut, um deren Verklammerungen überprüfen zu können. Die restlichen Fialtürme der Turmhelmgalerie werden zeitnah gleichermaßen überprüft. Parallel hierzu wurden – wie jedes Jahr routinemäßig, aufgrund des Unwetters nun aber vorgezogen – die West- und Südfassade in den unteren Bereichen des Südturmes mit einem Hubsteiger mit einer Ausfahrhöhe von bis zu 70 Meter abgefahren, um handnahe Untersuchungen vornehmen zu können, nun auch zusätzlich zur Überprüfung der Metallverklammerungen.


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