24.06.2019, 12:00 Uhr

Feier mündete in Priesterweihe Bischof Vorderholzer eröffnet Wolfgangswoche und betont den „Zusammenklang von Mann und Frau“

(Foto: Julia Wächter)(Foto: Julia Wächter)

Am Sonntag, 23. Juni, hat Bischof Rudolf Voderholzer in der Regensburger Basilika St. Emmeram zusammen mit Domdekan Johann Neumüller, Stadtpfarrer Roman Gerl und den mitfeiernden Gläubigen die Wolfgangswoche eröffnet.

REGENSBURG Dazu wurde der Schrein des Bistumsheiligen aus der Wolfgangskrypta erhoben und von Diakonen in das Kirchenschiff getragen. Die gesamte Woche über werden Gottesdienste zu Ehren des Heiligen gefeiert, der zu seiner Zeit „vorausschauend, klug und gegen manche Widerstände“ das Bistum in die Zukunft geführt hat, wie es Bischof Voderholzer formulierte.

Die Wolfgangswoche, die von Bischof Rudolf Graber ins Leben gerufen wurde, mündet in die Feier der Priesterweihe. Am 29. Juni wird Bischof Voderholzer im Dom St. Peter sechs Männer weihen. Ihnen, die sich in dieser Woche auf die Weihe vorbereiten, wünschte der Bischof, dass sie ihren Dienst der Vergegenwärtigung Christi immer tiefer verstehen und ausüben. Das Priesteramt sei keine „Machtposition“, sondern ein „Dienst an der Freude“.

Das Priesteramt und die Bedeutung der Frauen

„Christus hat ausschließlich Männer als Apostel berufen“ – das betonte der Regensburger Bischof in seiner Predigt. Sie vergegenwärtigen Christus in besonderer Weise. Dabei habe die Zuordnung des geistlichen Dienstamtes „mit seiner seinsmäßigen Aufgabe der Christusrepräsentation von allem Anfang an die Bedeutung von Frauen in der Kirche nicht geschmälert“.

Bischof Voderholzer erinnerte beispielsweise an die Gottesmutter, der höchste Verehrung zuteilwird, an die Bedeutung der Frauenorden als Orte der Bildung und Innovation, oder an Frauen wie die Regensburgerin Maria Theresia Gerhardinger, die gemeinsam mit dem späteren Bischof Wittmann Großes leistete.

All diese Beispiele zeigen, wie sich Frauen seit Beginn der Kirche mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten eingebracht haben. Sie tun dies auch heute, wie der Bischof hervorhob, wenn Frauen in Politik, Wissenschaft, caritativen Aufgaben oder im Bildungsbereich für das Evangelium wirken.

Mann und Frau – ein „wunderbarer Zusammenklang“

Die Beziehung Christi, des Bräutigams, zu seiner Braut, der Kirche, werde vergegenwärtigt in der Ehe zwischen Mann und Frau. Die Gegensätzlichkeit und Verwiesenheit von Mann und Frau bilde wie die Männer- und Frauenstimmen in der Musik einen „wunderbaren Zusammenklang, eine Symphonie“, so Bischof Voderholzer: „Nur die Frau kann den Mann zum Vater, nur der Mann die Frau zur Mutter machen.“


0 Kommentare