17.04.2019, 10:44 Uhr

Öffnungszeiten über die Osterfeiertage Der Domschatz Regensburg – immer einen Besuch wert

Der Domschatz Regensburg – immer einen Besuch wert. (Foto: Gerald Richter / Dr. Peter Morsbach Verlag)Der Domschatz Regensburg – immer einen Besuch wert. (Foto: Gerald Richter / Dr. Peter Morsbach Verlag)

Der Domschatz Regensburg, direkt neben dem Dom St. Peter, ist immer einen Besuch wert! Über die Osterfeiertage ist der Domschatz Regensburg wie folgt geöffnet: Gründonnerstag: 11 bis 17 Uhr, Karfreitag: 12 bis 17 Uhr, Karsamstag: 11 bis 17 Uhr, Ostersonntag: 12 bis 17 Uhr und Ostermontag: 12 bis 17 Uhr.

REGENSBURG Der Domschatz befindet sich in den historischen Räumen der ehemaligen bischöflichen Residenz mit Fresken der Renaissance. Gezeigt werden Schatzkammerstücke des Mittelalters und der Neuzeit. Regensburg gilt bis ins 18. Jahrhundert hinein als herausragendes Zentrum der Goldschmiedekunst. Warum die angesehenste Zunft des Mittelalters so geschätzt wurde und warum Glaube und Handwerk untrennbar verbunden waren, das wird im Domschatz an außergewöhnlichen Exponaten erlebbar. Neben den hochwertigen Goldschmiedearbeiten – kostbare Kruzifixe, Monstranzen, Kelche und Bischofsstäbe – sind Gewänder in feinster Goldstickerei zu sehen. Noch heute stehen die ausgestellten sakralen Geräte und Paramente in ihrer liturgischen Tradition und finden zu besonderen Anlässen beim Gottesdienst im Dom St. Peter Verwendung.

Weltweit einmalig ist der lebensgroße Schmetterling aus vergoldetem Silber mit bunten Flügeln aus Email. Er wurde erst 1991 bei der Restaurierung eines gotischen Holzkruzifixes wiederentdeckt: Gut 600 Jahre war er in dem kunstvoll gearbeiteten Lederetui im Hinterkopf einer Christusfigur verborgen. Es ist nicht bekannt, warum er auf diese Art verwahrt wurde.

Eventuell in Paris gefertigt, könnte er Anfang des 14. Jahrhunderts als ein Geschenk in den Besitz des Regensburger Bischofs Nikolaus von Ybbs gelangt sein. Vermutlich wurde er als Brustkreuz eines hohen kirchlichen Würdenträgers verwendet. Auf der Vorderseite stehen Maria (links) und Johannes unter dem Kreuz Christi. Auf der Rückseite befinden sich kleine Fächer mit Reliquien, in der Mitte ein kreuzförmiges Gefach mit einer Reliquie vom Kreuze Christi. Die Verwandlung von der Raupe über die Puppe zum Schmetterling wurde schon seit dem Frühchristentum mit Christus, dessen Tod, Grabesruhe und Auferstehung in Zusammenhang gebracht.


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