25.01.2019, 11:19 Uhr

Kirche Früherer Domdekan Max Hopfner, ein Stadtamhofer mit Leib und Seele, ist verstorben

Unser Bild zeigt Fürst Albert von Thurn und Taxis und Prälat Hopfner. Foto: EcklUnser Bild zeigt Fürst Albert von Thurn und Taxis und Prälat Hopfner. Foto: Eckl

Am 24. Januar 2019, nur zwei Tage nach seinem 83. Geburtstag, ist der Apostolische Protonotar Dr. Max Hopfner, ehemaliger Domdekan, verstorben. Über 58 Jahre hat er als Priester der Katholischen Kirche „treu und gewissenhaft gedient“, hieß es von Seiten des Bistums.

REGENSBURG Das Pontifikalrequiem mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer findet am Donnerstag, 31. Januar 2019, um 13.00 Uhr im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg statt; ab 12.25 Uhr wird dort der Sterberosenkranz gebetet. Die Beisetzung erfolgt anschließend gegen 15 Uhr im Familiengrab auf dem Dreifaltigkeitsbergfriedhof. Max Hopfner wurde am 22. Januar 1936 in Regensburg-Stadtamhof geboren und trat nach seinen Studienjahren als Schüler des Bischöflichen Knabenseminars Obermünster bzw. des Alten (heute: Albertus-Magnus-) Gymnasiums im Herbst 1954 ins Regensburger Klerikalseminar ein. Am 29. Juni 1960 weihte ihn Erzbischof Michael Buchberger zum Priester.

Am 1. August 1960 trat er seine erste Kaplansstelle in Ergolding an. Ab 1. Oktober 1963 wurde er zum Studium des Kirchenrechts in Rom mit Wohnung im Päpstlichen Kolleg Santa Maria dell’Anima beurlaubt. Nach seiner Rückkehr ins Bistum leistete er ab 15. Juli 1965 Aushilfe in Großmehring, bevor er am 1. Dezember 1965 Kooperator in Schierling wurde. Ab 10. September 1968 kurzzeitig Vicarius substitutus in der Pfarrei Pullenreuth, trat er zu Semesterbeginn am 1. November 1968 die Stelle eines wissenschaftlichen Assistenten am Lehrstuhl für Kirchenrecht in der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Regensburg bei Prof. Matthäus Kaiser an. Im Sommer 1979 wurde Max Hopfner an der Universität Regensburg zum Doktor der Theologie mit einer kirchenrechtlichen Arbeit über „Synodale Vorgänge im Bistum Regensburg und in der Kirchenprovinz Salzburg unter besonderer Berücksichtigung der Reformationszeit“ promoviert. Bereits als Kooperator in Schierling hatte Max Hopfner 1965 seine Mitarbeit als Bandverteidiger am Bischöflichen Konsistorium, dem Gericht der Diözese Regensburg, begonnen. Zum 1. März 1974 wurde Max Hopfner Vizeoffizial und am 24. März 1975 auch Domvikar. Ab 1. Juni 1982 wurde Dr. Hopfner gleichzeitig mit der Wahrnehmung des Amtes des Vizeoffizials durch den Bischof von Passau beauftragt, das er bis 2002 ausüben sollte.

Bischof Manfred Müller ernannte Hopfner ab 1. November 1984 zum Offizial; zu gleich wurde er Ordinariatsrat mit Sitz und Stimme in der Sitzung des Bischöflichen Ordinariates. Zum 1. April 1986 wurde Hopfner zum Domkapitular ernannt. Ab 1. Januar 1989 bestellte ihn der Bischof zum Bischöflichen Beauftragten für Ökumene und Vorsitzenden der Ökumenekommission des Bistums; als solcher war Hopfner dann auch in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) in Bayern Mitglied. Zum Wolfgangsfest 1986 erhielt er den päpstlichen Ehrentitel eines Monsignore, zum Wolfgangsfest 1994 wurde er Prälat. Ab März 2003 war Dr. Hopfner auch Vertreter der kath. Kirche im Stiftungsrat der Stiftung Bayerische Gedenkstätten. Am 22. März 2004 wählte das Domkapitel Offizial Dr. Max Hopfner zum Domdekan; diese Wahl wurde von Bischof Gerhard Ludwig Müller bestätigt. Offizial Dr. Max Hopfner, der am 11. September 2004 in Würdigung seiner zahlreichen auch überdiözesanen Aufgaben und Verdienste Apostolischer Protonotar geworden war, trat nach Erreichen des 70. Geburtstages zum 1. Februar 2006 in den Ruhestand, behielt aber immer noch das Amt eines Diözesanrichters bei, ein Amt, das er bis zuletzt ausübte.

Als kirchlicher Richter sah Max Hopfner sich stets vor allem als Seelsorger am Heil der Menschen, das ja das oberste Gesetz in der Kirche sein muss; unter diesem Titel („Salus animarum suprema lex“) wurde ihm zum 70. Geburtstag auch eine Festschrift von Freunden und Wegbegleitern gewidmet. Seinen Dienst als Seelsorger schenkte er in all den Priesterjahren, in denen er wieder in seinem Elternhaus in Stadtamhof wohnte, besonders seiner Heimatpfarrei St. Magn, die sich auf seine treuen Dienste als „Aushilfspriester“ jederzeit verlassen konnte. Von seiner Freude an der Geselligkeit wissen, um nur einige zu nennen, vor allem seine Sangesbrüder in Stadtamhof, seine Freunde im Heimatverein Statt am Hoff e.V., seine Kartellbrüder in verschiedenen Studentenverbindungen, seine ehemaligen Studienkollegen im Kolleg Santa Maria dell’Anima in Rom oder seine Mitbrüder als Familiaren des Deutschen Ordens sowie der Kreis der Offiziale in der Deutschsprachigen Offizialenkonferenz.

Die Diözese gedenkt seiner in Dankbarkeit und empfiehlt den Verstorbenen dem Gebet seiner Mitbrüder und aller Gläubigen.


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