22.12.2018, 13:45 Uhr

Geprägt 1633 im 30-jährigen Krieg Diese Münze aus dem Regensburger Museum erzählt die Weihnachtsgeschichte

Ein berührendes Zeugnis des Wunsches nach Frieden ist zurzeit im Historischen Museum in Regensburg zu sehen. Es handelt sich um eine Medaille, die zu Weihnachten 1633 geprägt wurde. (Foto: Ferstl/Stadt Regensburg)Ein berührendes Zeugnis des Wunsches nach Frieden ist zurzeit im Historischen Museum in Regensburg zu sehen. Es handelt sich um eine Medaille, die zu Weihnachten 1633 geprägt wurde. (Foto: Ferstl/Stadt Regensburg)

Weihnachten – das ist das Fest des Friedens auf Erden. Wenn Krieg herrscht, dann ist die Sehnsucht der Menschen nach Weihnachtsfrieden besonders groß. So ist es heute – und so war es auch in Regensburg vor 400 Jahren, während der dunklen Zeiten des Dreißigjährigen Kriegs, der denen, die ihn erlebt haben, endlos vorgekommen sein muss.

REGENSBURG Ein berührendes Zeugnis des Wunsches nach Frieden ist zurzeit im Historischen Museum in Regensburg zu sehen. Es handelt sich um eine Medaille, die zu Weihnachten 1633 geprägt wurde. Damals war Regensburg gerade von einem schwedischen Heer belagert und erobert worden; die Stadt befand sich unter militärischer Besatzung. Die wertvolle Silbermedaille zeigt auf der einen Seite die Geburt Christi im Stall von Bethlehem. Trotz des begrenzten Raums sind alle Details zu sehen: Maria mit dem Kind, Hirten mit Schafen, Engel, das Licht des Sterns – sogar Ochse und Esel lugen ins Bild. Auf der Rückseite ruft ein Sinnspruch zur Freude und zum Lob Gottes auf. Die Medaille ist – zusammen mit anderen einzigartigen Objekten – noch bis zum 6. Januar 2019 in der Präsentation „Der Dreißigjährige Krieg in Regensburg im Spiegel von Münzen und Medaillen“ im Historischen Museum zu sehen. (Geöffnet Dienstag bis Sonntag, 10 Uhr bis 16 Uhr, geschlossen 24./25./31.12., 01.01.)