25.03.2018, 09:17 Uhr

Glaube Die Münsterkrippe in Neumarkt zeigt den Einzug Jesu in Jerusalem

(Foto: Krippenpfleger Wittmann)(Foto: Krippenpfleger Wittmann)

Die Wochen um Ostern sind auch in der Münsterkrippe von St. Johannes eine ganz besondere Zeit. Ganz so wie Weihnachten.

NEUMARKT Am Palmsonntag zieht auch hier Jesus in Jerusalem ein. Das Krippenvolk jubelt dem Heiland als Zeichen seines Königtums mit Palmzweigen zu. Palmen galten an vielen antiken Orten als heilige Bäume. In byzantinischen Darstellungen reitet Jesus – der orientalischen Sitte entsprechend – seitlich auf dem Esel sitzend auf das Stadttor von Jerusalem zu. Seine Jünger begleiten ihn zu Fuß.

Dieses Jahr ist ein neuer Jünger hinzugekommen. Aus seinem Haus tritt der Apostel Matthäus, als Jesus vorbei kommt. Seinen Beruf erkennt man an der Goldwaage an seinem Gürtel. Jesus hat ihn von seinem Arbeitsplatz an der Zollstation weg berufen. Matthäus ist deshalb der „Zöllnerapostel“ und Jesus hatte sich viel Kritik von den Pharisäern eingehandelt, weil er mit ihm und seinen Kollegen Umgang hatte. Wegen seines Geldberufs ist Matthäus auch der Apostel der Finanzbranche. Das passt hervorragend zu unserem Matthäus, der seine Restaurierung der Großzügigkeit des früheren Sparkassenvorstands Karl Novotny verdankt. Bekleidet haben ihn in ihrer Freizeit die evangelische Pfarrersfrau Gisela Herbert und Loukman Charaf, der in Aleppo eine Schneiderwerkstatt besaß und jetzt in Neumarkt lebt und arbeitet. Die neue kostbare Spitze am fürstlichen Gewand unseres Jesus hat übrigens Katja Herbert, die Tochter von Gisela Herbert von Hand geklöppelt.

Am Karfreitag wird die Krippenbühne leer sein, aber zu Ostern folgt das nächste Bild: der Emausgang.


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