16.10.2018, 14:01 Uhr

40-jähriges Jubiläum Palestrina-Medaille für Kirchenchor Beratzhausen

Der Kirchenchor mit Chorleiterin Resi Dinauer (Mitte, mit Medaille), ACV-Diözesanpräses Erich Weber (Zweiter von links) und Monsignore Pfarrer Georg Dunst (rechts). (Foto: Josef Ferstl)Der Kirchenchor mit Chorleiterin Resi Dinauer (Mitte, mit Medaille), ACV-Diözesanpräses Erich Weber (Zweiter von links) und Monsignore Pfarrer Georg Dunst (rechts). (Foto: Josef Ferstl)

Der Kirchenchor der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul erhielt am vergangenen Samstag, 13. Oktober, beim Sonntagsvorabendgottesdienst in der Pfarrkirche die Palestrina-Medaille. Diese bekommen Kirchenchöre, die 100 Jahre durchgehend aktiv sind. Die Verleihung nahm Erich Weber, der Diözesan-Präses des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes (ACV) im Bistum Regensburg, vor.

BERATZHAUSEN Weber hatte auch ein für den Beratzhausener Kirchenchor wichtiges und bislang vor Ort unbekanntes Datum ermittelt: Am 25. November 1891 hat sich der jetzige Kirchenchor als „Pfarr-Cäcilienverein“ organisiert, das heißt sich eine Vereinsstruktur gegeben. Sicher war der Chor auch zuvor schon aktiv, seine Entstehung dürfte also in die Jahre zwischen 1868 und 1891 fallen.

In einem Brief, den Monsignore Pfarrer Georg Dunst verlas, würdigte der ACV-Präsident auf Bundesebene Monsignore Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider den Jubelchor. „Zugleich verbinde ich damit auch den Dank unseres Verbandes an Sie persönlich und an Ihre Chorgemeinschaft für alle Mühe und Arbeit, für alle Treue und Einsatzbereitschaft im Dienste der Musica sacra“. ACV-Diözesanpräses Weber freute besonders, dass im heurigen ACV-Jubiläumsjahr der Kirchenchor Beratzhausen diese Würdigung erhielt. Die Auszeichnung „geschieht in Dankbarkeit gegenüber allen Sängerinnen und Sängern, die sich in der Vergangenheit dem Kirchengesang gewidmet haben und die bis heute und in Zukunft diesen schönen Dienst leisten“, fasste Weber zusammen und überreichte die Palestrina-Medaille mit der zugehörigen Urkunde an Chorleiterin Resi Dinauer.

Monsignore Dunst sprach von einer „angemessenen Würdigung der Vergangenheit“, richtete seinen Blick aber auch auf die „Zukunftssicherung“, das heißt die Gewinnung neuer Chormitglieder. An die Gottesdienstbesucher appellierte er, nach Sängerinnen und Sängern Ausschau zu halten. „Über 100 Jahre Geschichte – soll das zu Ende gehen. Es wäre schade für die Pfarr- und Marktgemeinde.“ Und selbstverständlich brachte der Kirchenchor auch beim Gottesdienst – neben anderen Liedern – ein Stück eines Zeitgenossen von Palestrina zu Gehör: die Motette „Cantate Domino“ von Hans Leo Hassler. In den letzten Monaten hat der Chor dieses Stück intensiv einstudiert.


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