11.05.2018, 21:25 Uhr

Glaube Vespergottesdienst an Christi Himmelfahrt – Voderholzer und Weiss bekräftigen „ökumenisches Ja“ zum Kreuz

(Foto: Bistum Regensburg)(Foto: Bistum Regensburg)

Gemeinsam unter dem Kreuz – Regionalbischof Weiss und Diözesanbischof Voderholzer bekräftigen ihr „ökumenisches Ja“ zum Kreuz in öffentlichen Räumen

REGENSBURG Im Eingangsbereich staatlicher Einrichtungen soll künftig sichtbar ein Kreuz angebracht sein – darüber verfügte die bayerische Staatsregierung unter Ministerpräsident Markus Söder und hat damit eine überregionale Debatte angestoßen. In Regensburg haben Regionalbischof Hans-Martin Weiss und Diözesanbischof Rudolf Voderholzer positiv Stellung bezogen.

Ihr „ökumenisches Ja“ zum Kreuz in öffentlichen Räumen haben sie nun ein weiteres Mal bei einem gemeinsamen Vespergottesdienst an Christi Himmelfahrt in der Regensburger Dreieinigkeitskirche bekräftigt. Regionalbischof Weiss betonte in seiner Ansprache: „Ich begrüße es, wenn das Symbol des Kreuzes Anlass gibt, den christlichen Glauben öfter, selbstverständlicher und überhaupt verständlich an die Menschen zu bringen. Das Anbringen von Kreuzen in öffentlichen Gebäuden kann dazu dienen. Ich begrüße es, wenn wir es nicht nur in kirchlichen, sondern auch in anderen Räumen immer wieder zu Gesicht bekommen und uns an den erinnern, der schwach war, wie wir schwach sind, der gelitten hat wie wir leiden, der das Leiden überwunden hat und der uns durch das Leiden hindurch und aus dem Leiden herausführen wird in sein ewiges Reich.“

Eine ökumenische Freundschaft

Für Regionalbischof Hans-Martin Weiss und Diözesanbischof Rudolf Voderholzer, die freundschaftlich miteinander verbunden sind, ist die Ökumene ein Herzensanliegen. Neben der gemeinsamen Vesper an Christi Himmelfahrt feiern katholische, evangelische und orthodoxe Christen in Regensburg jeweils im Januar einen Gottesdienst im Dom St. Peter mit anschließender Segnung der Donau, die dem orthodoxen Brauch der Flusssegnung folgt. Als Zeichen der Verbundenheit haben sich Bischof Voderholzer und Regionalbischof Weiss während eines Versöhnungsgottesdienstes im vergangenen Jahr einen Kelch und eine Hostiendose überreicht. Erst vor wenigen Tagen besuchten sie gemeinsam das Universitätsklinikum Regensburg und spendeten schwerstkranken Patienten auf der Intensiv- und Palliativstation Trost und Hoffnung.


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