25.10.2017, 19:20 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Feuerwehr Neues Löschgruppenfahrzeug gesegnet


Im Beisein zahlreicher Ehrengäste und Feuerwehrabordnungen wurde das neue Löschgruppenfahrzeug gesegnet.

WITTIBREUT Für die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr aus Wittibreut war es ganz besonderer Tag. Am Sonntag konnte nämlich das neue Löschgruppenfahrzeug für den Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Rottal-Inn gesegnet und offiziell seiner Bestimmung übergeben werden.

Das Fahrzeug mit der Bezeichnung „LF 20 KatS“ und dem amtlichen Kennzeichen „PAN RI 411“ wird künftig für Einsätze der Feuerwehr Wittibreut und des Katastrophenschutzes zur Verfügung stehen. Die Kosten für das neue Kraftfahrzeug belaufen sich auf rund 233 000 Euro, die aus Bundesmitteln finanziert wurden.

Durch den Einsatz für Zwecke des Katastrophenfalls können die Einsätze der Feuerwehraktiven aus Wittibreut nicht nur bayern- oder bundesweit erfolgen, sondern auch bei internationalen Ereignissen im Bedarfsfall angefordert werden. Kommandant Markus Burner erläuterte den zahlreichen Ehrengästen und Feuerwehrabordnungen aus den Nachbargemeinden sowie des Katastrophenschutzzuges bei der Fahrzeugweihe, wie es zu der Ersatzbeschaffung kam.

Nachdem sich der Bund Anfang 2013 bei den Kosten für das bisherige Löschgruppenfahrzeug aufgrund des Alters und der Reparaturanfälligkeit als Kostenträger zurückzog, fiel die Feuerwehr Wittibreut aus dem Katastrophenschutz heraus.

Erst im Jahr 2014 konnte zusammen mit dem Landkreis und der Gemeinde eine Regelung über die anfallenden Kosten, die sich aus dem fortlaufenden Betrieb und den Reparaturen ergaben, getroffen werden, da man das Fahrzeug für Einsätze unbedingt benötigte.

Anfang 2017 war es nun so weit, dass die Feuerwehr Wittibreut ein neues Löschgruppenfahrzeug in Bonn in Empfang nehmen konnte. „Ich möchte mich beim Bund und bei der Landkreisführung sehr herzlich für die Unterstützung bei der Anschaffung bedanken“, freute sich der Kommandant.

In der Wittibreuter Pfarrkirche erinnerte Pfarrer Joachim Steinfeld vor der offiziellen Segnung daran, dass die Bitte um den Segen für Feuerwehrautos sich letztlich durch den Glauben und das tiefe Vertrauen an jenen guten Gott ausdrückt, der unser Bestes will und uns auf unserem Lebensweg begleitet.

„Dieser Segen, den wir heute erbitten ist zwar keine Versicherung oder gar eine Garantie, nicht zu verunglücken, aber ein Zeichen für einen Glauben, den der Christ mit seinen Sinnen erfahren könne. Es geht auch nicht um Magie, sondern um die Überzeugung, dass Gott mit uns ist“, so Steinfeld.

MdB Max Straubinger bezeichnete das Ereignis als freudigen Tag für den Katastrophenschutz im Landkreis, der mit diesem neuen Fahrzeug unterstützt wird. Gerade in den letzten Jahren gab es für die Einsatzkräfte viele Herausforderungen, wie etwa die Flutkatastrophe im südlichen Landkreis und die bayernweiten Sturmschäden.

„Neben der Unterstützung des Technischen Hilfswerks gibt es auch eine große Verantwortung aufseiten des Bundes, die Bevölkerung zu unterstützen“, erklärte Straubinger.

Wie im Detail die Anschaffung bei den zuständigen Behörden ablief, erläuterte MdL Reserl Sem. Sie wünschte den Aktiven viel Glück bei ihren Einsätzen und stets ein gesundes Heimkommen.

„Wir sahen in der Vergangenheit wie wichtig so ein Fahrzeug ist, das auch mit vielen Verpflichtungen und Arbeit verbunden ist, da Katastrophen nicht weniger, sondern eher mehr werden“, ergänzte Landrat Michael Fahmüller. Lob gab es für die Aktiven, die sich in vielen Übungseinheiten und Arbeitseinsätzen auf den Ernstfall vorbereiten.

Kreisbrandrat René Lippeck erinnerte an die Ausmusterung des alten Fahrzeugs durch die Bundesbehörden. Damals war es laut Lippeck noch ungewiss, ob überhaupt ein neues Fahrzeug kommt und die Mittel durch den Bund für dieses Beschaffungsprogramm nicht eingestellt werden.

„Nun habt ihr nach vier Jahren wieder ein gescheites Handwerkszeug, um den Menschen in der Region, aber auch überregional bei Unglücken und Katastrophen zu helfen“, so der Kreisbrandrat.

In seinen abschließenden Worten stellte Bürgermeister Ludwig Gschneidner fest, dass nach Ende der Wehrpflicht bei der Bundeswehr auch die Feuerwehren immer mehr Aufgaben übertragen bekamen. Im Falle des Katastrophenschutzes werden die Aufgaben von den Aktiven der Feuerwehr Wittibreut hoch motiviert und mit Begeisterung übernommen.

Sein Dank richtete sich am Ende an die Verantwortlichen in der Bundes- und Landkreispolitik sowie der Feuerwehrlandkreisführung. Nicht vergessen wurde Ex-Kreisbrandrat Hans Prex für seine Bemühungen um die Ersatzbeschaffung.

Bereits zu Beginn der Fahrzeugweihe auf dem Kirchenvorplatz fand ein Kirchenzug statt, der von den Wittibreuter Musikanten unter der Leitung von Benno Fischer angeführt wurde.


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