06.06.2018, 18:00 Uhr

Arbeitsplätze und Lebensraum Bischof Oster segnet Wolfsteiner Werkstätten in Freyung

(Foto: Caritasverband für die Diözese Passau e.V.)(Foto: Caritasverband für die Diözese Passau e.V.)

Die umfangreichen Baumaßnahmen in den Wolfsteiner Werkstätten sind abgeschlossen. Jetzt finden 230 Menschen mit Behinderung im Ersatzneubau der Caritas-Einrichtung in Freyung nicht nur bedarfsgerechte Arbeitsplätze, sondern auch einen ansprechenden Lebensraum.

FREYUNG Seit 2015 wurden der Werkstattbereich und die Küche mit dem Speisesaal auf über 6295 Quadratmetern neu errichtet. Insgesamt stehen für die aktuell 395 zu betreuenden Menschen mit Behinderung in der Einrichtung des Caritasverbandes für die Diözese Passau e.V. rund 20.000 Quadratmeter Nutzfläche zu Verfügung. Diözesanbischof Dr. Stefan Oster (SDB) segnet am Freitag, 15. Juni, um 9.30 Uhr die Menschen und den Neubau. Am Samstag, 16. Juni, stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim „Tag der offenen Tür“ ihre Arbeit vor.

Für Caritasdirektor Michael Endres sind die Werkstätten „mehr als ein Arbeitsort“. Denn die Caritas erschließe „nicht allein berufliche Chancen sondern Lebens- und Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung“. Man wollte einen Ort schaffen, an dem sich Menschen zu Hause fühlen, unterstreicht der Leiter der Wolfsteiner Werkstätten, Helmut Weber. „Sie sollen Sicherheit, Verlässlichkeit und Zugehörigkeit erfahren. Auch einen Ort, an dem sie Arbeit als einen wichtigen integralen und erfüllenden Teil des Lebens erfahren“. Seit Jahrzehnten sind die Wolfsteiner Werkstätten Partner internationaler Konzerne, mittelständischer Betriebe und regionaler

Geschäfte.

Jetzt ausreichend Platz in modernen Räumen

Große Fensterfronten, eine moderne, zweigeschossige Bauweise, kleine Grünanlagen rund ums Haus und in allen Bereichen barrierefrei: so sieht die Erweiterung der Caritas-Werkstatt aus. Nun ist Platz, im Erdgeschoss etwa für die Bereiche Metall und Holz, sowie für den Speisesaal, in dem täglich rund 300 Essen ausgegeben werden; im Obergeschoss für die Serienfertigung, sprich Verpackung. Dazu jeweils für Umkleiden, Sanitäranlagen mit Pflegebereichen, Aufenthalts- und Technikräume. Der Neubau war nötig geworden, weil die bisherigen Räumlichkeiten in der Zuppingerstraße zuletzt aus allen Nähten platzen, erklärt Einrichtungsleiter Weber. Ursprünglich in den siebziger Jahren auf 80 Werkstattplätze ausgelegt, wurde die Caritas-Werkstatt in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich auf 180 Plätze und später auf 310 Plätze erweitert. Daher mussten Arbeitsbereiche ausgelagert werden.

(Foto: Caritasverband für die Diözese Passau e.V.)

Montage, Wäscherei oder 4-Sterne-Hotel bieten ein breites Spektrum

Je nach Leistungsfähigkeit und persönlicher Eignung werden in den Fertigungs- und Verpackungsbereichen einfache oder komplexe Montagetätigkeiten ausgeführt, im Innenausstattungsbereich kreative und hochwertige Näharbeiten oder Holzarbeiten in der Schreinerei. Dazu kommt die Wäscherei für Kliniken, Altenheime und Hotels sowie die moderne Metallabteilung. Eigene integrative Betriebe wie das barrierefreie 4-Sterne-Hotel „Witikohof“ in Bischofsreut, die chemische Reinigung und der Werkstattladen direkt im Zentrum von Freyung, ermöglichen Tätigkeiten nahe am ersten Arbeitsmarkt. Das Angebot an individuellen Arbeitsplätzen ist groß und vielfältig. Für schwerstmehrfachbehinderte Menschen gibt es die an die Werkstatt angegliederte Förderstätte „BesondersAnders“.

Tag der offenen Tür am Samstag, 16. Juni

Am Samstag, 16. Juni, kann man die Wolfsteiner Werkstätten erleben und Einblick in das Leistungsspektrum der Caritas-Einrichtung erhalten. Einrichtungsleiter Helmut Weber freut sich „auf viele Besucher und das Interesse an der Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Es gibt beim „Tag der offenen Tür“ Informationen über arbeitsbegleitende Angebote, die soziale Begleitung und die pädagogische Arbeit. Ein buntes Rahmenprogramm mit vielen Aktivitäten und Attraktionen rundet das Angebot für Groß und Klein ab.


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