20.03.2018, 13:06 Uhr

Mehr Familien brauchen Unterstützung Fast 1.000 Personen kamen zur Erziehungs- Jugend- und Familienberatung der Caritas

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

In die Erziehungs- Jugend- und Familienberatung der Caritas kamen im vergangenen Jahr fast 1.000 Personen.

PASSAU 2017 wurden insgesamt 736 Familien beraten und therapeutisch begleitet, 57 mehr als im Vorjahr. Damit eine Steigerung um 8 Prozent. Junge Menschen werden am häufigsten durch Trennung, Scheidung und Sorgerechtskonflikte belastet. Das macht fast ein Drittel der Gründe aus, warum die Beratungsstelle in Passau und die Außenstellen in Vilshofen, Pocking und Hauzenberg aufgesucht werden. Das spiegelt der Jahresbericht von Albert Meindl, Leiter der Einrichtung des Caritasverbandes für die Diözese Passau e.V., wider. 

404 junge Menschen kamen mit Belastungen durch familiäre Konflikte. Für den Diplompsychologen Albert Meindl mit ein Grund für den überdurchschnittlich hohen Anteil allein erziehender Eltern. Deshalb war für ihn und sein Team mit zehn als Psychologen, Pädagogen und Sozialpädagogen tätigen Frauen und Männern die Beratung von getrennten Eltern zentrales Thema. Zudem wandten sich Kindertagesstätten bei 26 Kleinkindern an die Experten, um eine Einschätzung bei Kindeswohlgefährdung  zu erhalten.

Jeweils über 200 junge Leute zeigten Auffälligkeiten im Entwicklungs- und sozialen Verhalten. Das geht von Aggressivität über Drogen- und Alkoholkonsum bis zu suizidalen Tendenzen. In 187 Fällen spielten Probleme der Eltern wie Erkrankung oder Suchtverhalten eine Rolle. Die 165 Kleinkinder unter 6 Jahren, 22 Prozent, war der bisher höchste Anteil in diesem Altersbereich. Die Altersgruppe der 9-11 Jährigen Kinder, 155 Personen, war mit 21 Prozent vertreten, knapp darunter die 6-8 Jährigen, 141 Kinder. Insgesamt wurden 5215 Beratungs- und Therapiestunden durchgeführt. Bei 534 Familien konnte die Beratung abgeschossen werden. Die Mehrheit der beratenen Familien (73 Prozent) nahm bis zu zehn Gesprächseinheiten in Anspruch. 

Albert Meindl betont: „Wir stärken zum einen die Familien in ihrer Erziehungskompetenz und klären zum anderen die individuellen Probleme. Wir wollen vermeiden, dass diese sich verfestigen oder verschlimmern und versuchen die familiären Ressourcen und Selbsthilfekräfte zu mobilisieren“. Dazu gehören für den Psychologischen Psychotherapeuten auch präventive Angebote für Familien bei Vorträgen und Elternabenden.


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