13.01.2018, 10:19 Uhr

Bilanz der Malteser Ausflugsfahrten Menschen und Ereignisse hinter den Zahlen

Bischof Stefan Oster, Malteser Diözesanseelsorger Stadtpfarrer Johannes B. Trum (rechts daneben), Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer (rechts hinter Pfarrer Trum) und der stellvertretende Diözesanleiter Ludwig Berger (2.v.l.) sowie weitere Pilger aus der Diözese Passau nach dem Gottesdienst bei der Wallfahrt nach Altötting. (Foto: Krenn)Bischof Stefan Oster, Malteser Diözesanseelsorger Stadtpfarrer Johannes B. Trum (rechts daneben), Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer (rechts hinter Pfarrer Trum) und der stellvertretende Diözesanleiter Ludwig Berger (2.v.l.) sowie weitere Pilger aus der Diözese Passau nach dem Gottesdienst bei der Wallfahrt nach Altötting. (Foto: Krenn)

Die Zahlen sind nüchtern, wenn auch beeindruckend. Dahinter verbergen sich viele schöne Erlebnisse und Begebenheiten, an die die Beteiligten gerne und oft noch lange zurückdenken.

PASSAU Neun Ausflugsfahrten haben die Malteser im vergangenen Jahr veranstaltet, dabei 322 Senioren und beeinträchtigte Mitmenschen betreut, davon 150 Rollstuhlfahrer. 211 Helferinnen und Helfer haben in diesem Zusammenhang 2.353 ehrenamtliche Stunden geleistet.

Es ist immer wieder ein großes Hallo, wenn die Ausflügler sich sehen. Viele von ihnen kennen sich seit Jahren, Freundschaften haben sich entwickelt, neue Mitfahrer werden gerne aufgenommen. Es sind oft die kleinen Begebenheiten, die den Teilnehmern neue Lebensfreude geben und bei denen die Betreuer, die mit sehr viel Engagement im Einsatz sind, auch viel zurückbekommen. Besonders gut angenommen werden die Wallfahrten, aus denen die Pilger besondere Kraft schöpfen.

Hier das Beispiel einer „kleiner Begebenheit“ von der Nikolausfeier im Dezember, dem Abschluss des Ausflugfahrten-Jahres: Ein Teilnehmer aus der Gemeinde Breitenberg hatte Organisatorin Rosmarie Krenn frühmorgens angerufen und ihr mitgeteilt, dass er und seine Partnerin zu ihrem großen Bedauern nicht mitfahren können, da die Frau krank im Bett liege. Rosmarie Krenn bat eine Helferin, die in der Nähe wohnt, ob sie den beiden nicht Teelichter und Sternenkästchen, die Geschenke, die während der Feier verteilt wurden, mitnehmen könne. Die war sofort dazu bereit. Da sie aber nicht genau wusste, wo die beiden wohnen, fuhr ein Teilnehmer mit, der ihr den Weg wies.

Unter dem Betreff „Mission erledigt“, berichtete die Helferin am nächsten Morgen: „Wir sind gestern noch tief in den Wald eingetaucht und haben die Glocke (eine große Kuhglocke) zum verschneiten Heim der beiden betätigt. Die Frau lag und es ging ihr wohl schlecht mit dem Rücken, sie hat ein Korsett bekommen, wie der Mann sagte. So haben wir nur ihn gesehen. Er hat sich gefreut und bedankt für die guten Gaben und dann sind wir wieder zu Fuß weg, Richtung Auto,- bitterkalt.“

Den Anfang des Ausflugsfahrten-Jahres machte im vergangenen Jahr ein Bunter Nachmittag, bei dem die Helfer lustige Sketche zum Besten gaben. Ein Ausflug nach Rohrbach im benachbarten Österreich schloss sich an, bevor wie immer im Mai die Diözesanwallfahrt mit Domkapitular Msgr. Manfred Ertl stattfand, diesmal nach Kößlarn und Bayerbach.

Sie machen die Fahrten erst möglich: Die engagierten Malteser-Helfer um Organisatorin Rosmarie Krenn (vorne r.), hier bei der Nikolausfeier im Gasthaus Knott in Jacking bei Tiefenbach. (Foto: Röckl)

Auf Wallfahrtsbildern seien oft die Worte zu lesen: „O Maria Hilf“ und „Maria hat geholfen“, so Manfred Ertl während seiner Predigt. „Auch in Euren Leben gibt es manche Freude und manche Enttäuschungen. Da gibt es auch manche Fragezeichen. All das bringt Ihr herein. Die Antwort kann uns die Mutter Gottes geben.“ Ein Wunder der Heilung könne nur dann geschehen, wenn wir Ja zum Leben sagen, nach so einer Wallfahrt nach Hause fahren und wissen: Ich bin nicht allein.

Die Malteser-Wallfahrt nach Altötting aller bayerischer Diözesan bildete den Auftakt ins 2. Halbjahr. Zur großen Freude aller hielt Bischof Stefan Oster den Gottesdienst und kam im Anschluss zur Passauer Gruppe, reichte vielen der Pilger die Hand und hatte ermunternde Worte für sie. Schon beim Gottesdienst machte er ihnen Mut mit Sätzen wie, „Wenn ihr auf Gott vertraut, dann seid ihr da, wo das Heil ist. Egal, in welchem körperlichen Zustand ihr seid. Wenn ihr heute hierher kommt und etwas davon spürt, das ist Heil.“

Bereits im Juni war es zur Walhalla und zum Nepal-Himalaya-Tempel in der Nähe von Wiesent gegangen. Vor der Sommerpause war der Erlebnisbauernhof von Regina Floßmann in der Nähe von Tiefenbach und danach Ried im Innkreis das Ziel. Noch einmal besuchten die Ausflügler im Oktober Altötting, um die Kunstschätze dort zu bewundern und zu bestaunen.

Weitere Informationen zu den Ausflugsfahrten und das ausführliche Programm für das 1. Halbjahr 2018 gibt es bei Rosmarie Krenn, Tel. 0851/95666-45, E-Mail Rosmarie.Krenn@malteser.org !


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