17.10.2018, 12:51 Uhr

Neue Wege Spielecke in der Ampfinger Pfarrkirche kommt sehr gut an


Pfarrer Martin Ringhof und Verwaltungsleiter des Pfarrverbands Christian Nieberle mit einer erfreulichen Bilanz.

AMPFING Eine gute Idee hatte Pfarrer Martin Ringhof mit der Einrichtung einer Spielecke in der Pfarrkirche vor gut vier Wochen. „Es soll ein Zeichen dafür sein, dass Familien mit Kindern im Haus Gottes willkommen sind“, erklärt er die Zielsetzung. Denn er weiß, dass viele Eltern zwar gerne mit ihren Kindern in die Kirche gehen würden, aber oft Probleme darin sehen, falls mal ein Kind nicht mehr stillhalten kann, lauter wird oder quengelt. „Natürlich gab es anfangs Bedenken“, räumt der Pfarrer ein. Die hätten sich aber nach den ersten vier Wochen als unbegründet herausgestellt, zieht er ein positives Fazit.

Familien mit Kindern sind herzlich willkommen

So eine Spielecke ist bereits in vielen Kirchen zu einer festen Einrichtung geworden. „Bei meinen Besuchen von Gottesdiensten im In- und Ausland habe ich festgestellt, dass das gang und gäbe ist“, so Pfarrer Martin Ringhof. Und als er die Idee jungen Familien vorbrachte, fanden diese sofort gefallen daran. Auch wurde ihm bestätigt, dass man im Gottesdienst die Kinder manchmal nur schwer zum Stillsitzen animieren kann. „Die Eltern haben mir zudem berichtet, dass einige Kinder Angst vor dem in ihren Augen außergewöhnlichen Gebäude haben“, so Ringhof, der das natürlich ändern will.

Die Spielecke in der Ampfinger Kirche befindet sich am rechten Seitenaltar. Sie ist ausgestattet mit einem Maltisch mit Stiften und Ausmalbildern, Bilderbüchern zum Anschauen sowie einem Teppich mit Sitzkissen, wo die Kinder mit mitgebrachten Spielsachen (zum Beispiel Autos, Tierfiguren) spielen können. Passenderweise ist an der Wand daneben die Figurengruppe der Heiligen Familie (Maria, Josef, Jesuskind).

Spielsachen dürfen auch mitgebracht werden

Eröffnet wurde die Spielecke bei einem Familiengottesdienst vor gut vier Wochen durch die anwesenden Kinder. Diese hatten ein kleines Spielzeug mitgebracht. Die Kirchenmaus (eine Handpuppe, die bei Familiengottesdiensten zum Einsatz kommt) lud in der Predigt die jungen Familien dazu ein, oft zum Gottesdienst zu kommen und die Spielecke zu nutzen. Und die anderen Gottesdienstbesucher forderte die Maus auf, tolerant zu sein, wenn die Kinder vielleicht mal nicht so leise sind. „Denn nur wenn alle Generationen dabei sind, seid ihr wirklich eine Gemeinde“, sagte die Maus und erntete dafür spontanen Applaus. Der neu gegründete Kinderchor „Regenbogen“ begleitete die Messe mit schönen Liedern und zum Abschluss gab es für jedes Kind ein kleines Täschchen zum Umhängen. Da hinein gehört das Spielzeug für die Teilnahme am Gottesdienst, damit es immer griffbereit ist.

Bisher kein Lärm und keinerlei Beschwerden

Mittlerweile können Pfarrer Martin Ringhof und der Verwaltungsleiter des Pfarrverbands Ampfing Christian Nieberle eine sehr positive Bilanz ziehen. „Die Spielecke wird gut angenommen – vor allem bei Familiengottesdiensten und zuletzt auch beim Erntedank-Gottesdienst“, freuen sich die Beiden. „Wenn ich vorne stehe, bekomme ich überhaupt keinen Lärm mit und beschwert hat sich bisher auch niemand bei mir“, schildert Ringhof seine gute Erfahrung aus den letzten Wochen. Er hofft, dass auch für die Eltern und der Großeltern durch die Spielecke der Gottesdienst entspannter verläuft und appelliert: „Schnappt euch euere Kinder und Enkel und probiert es doch einfach mal aus!“


0 Kommentare