29.05.2020, 11:40 Uhr

Pfarrheim in Abensberg „Alle sind froh über den Aufzug“

 Foto: Knott/Stadt Abensberg Foto: Knott/Stadt Abensberg

Abensbergs Pfarrer und Dekan Georg Birner ist auch heute noch froh um die moderne Aufzugsanlage im Pfarrheim Ost: Nach gut zwei Jahren Nutzung ist klar, dass sie nicht alleine die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung sicherstellt.

Abensberg. Birner erklärt: „Der Pfarrsaal hier im ersten Stock ist unser größter Raum; da gibt es Pfarrfamilienabende, Treffen der Kommunion- und Firmkurse und der jeweiligen Eltern oder auch das Kolpingtheater. Es ist für sehr viele unserer Besucher und Nutzer eine Erleichterung!“ Auch für den Service – Tabletts voller Getränke über den Treppenaufgang heil nach oben zu bringen ist ebenfalls nicht jedermanns Sache.

Aber natürlich stand der Gedanke an Menschen mit Einschränkungen im Vordergrund: Pfarrer Birner kam 2008 nach Abensberg, ein Jahr zuvor wurde das – renovierte – Pfarrheim eingeweiht. „Damals wurde bereits überlegt, ob nicht ein Aufzug sein muss“, erinnert er sich. Klar war, dass es einer für diesen Gebäudetrakt sein sollte, um auch den größten Raum im Pfarrheim barrierefrei begehbar zu machen. Der Barbarasaal im gegenüberliegendem Flügel, dem Pfarrheim West, ist wesentlich kleiner.

Damit war der Eingang klar – und Überlegungen für einen Aufzug außen wurden durch das große Wandrelief alsbald denkmalschützerisch begraben. „Wir stellten alle möglichen Überlegungen an, zum Beispiel auch, ob wir die Eingangstüre versetzen.“ Schließlich verlagerte sich die Planung nach innen: „Das war am praktikabelsten“, so Birner. Und so wurde letztendlich im Eingangsbereich des Pfarrheims Ost eine Aufzugsanlage installiert, für die die katholische Kirche rund 60.000 Euro ausgegeben hat. Pfarrer Birner erklärt: „Ich finde das gut investiert. Wir müssen doch als Kirche bei größeren Anlässen einen Raum anbieten können, der barrierefrei erreichbar ist.“ Der Eingang selbst vom Pfarrhof aus ist bei solchen Anlässen ohnehin geöffnet – eine offene Tür, und diese Einladung gilt seit der Inbetriebnahme auch für Menschen mit Behinderungen.


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