04.10.2019, 19:58 Uhr

Weltmissionsmonat Bischof Lumen Monteiro aus Nordindien zu Gast im Landkreis Kelheim

(Foto: KEB Landkreis Kelheim)(Foto: KEB Landkreis Kelheim)

Der Leiter der Caritas Indien informiert über seine Arbeit in der Zusammenarbeit mit „Missio“ und lernt kirchliche Sozialeinrichtungen im Landkreis Kelheim kennen.

BAD ABBACH Im Rahmen des Monats der Weltmission besucht Bischof Lumen Monteiro aus der nordindischen Diözese Agartala am 15. Oktober den Landkreis Kelheim. Am Abend um 19 Uhr informiert er im Pfarrsaal in Bad Abbach (Römerstraße 9) mit einem bebilderten Vortrag über seine Arbeit. Zu der Veranstaltung laden die Pfarrei, die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) die Fachstelle Weltkirche des Bistums und „Missio München“ gemeinsam ein. Während des Tages besucht der Bischof die Caritassozialstation und das Berufsbildungswerk in Abensberg, da für ihn als Vorsitzenden der Caritas für ganz Indien soziale Fragen ein zentrales Arbeitsgebiet sind. So leitete er von 2005 bis 2012 das Sozialforum der regionalen Bischofskonferenz im Nordosten Indiens. Seit 2012 ist er Vorsitzender der Caritas India.

„Missio München“ hat den Bischof im Rahmen der Informationskampagne zum Weltmissionsmonat nach Bayern eingeladen und arbeitet in Indien mit ihm in verschiedenen Projekten zusammen. Zum diesjährigen weltweiten Sonntag der Weltmission, den Papst Franziskus in diesem Jahr besonders unter den Aspekt der Mission gestellt hat, schreibt Bischof Lumen Monteiro. „Wir können alle Missionare sein. Wir vermitteln Werte, wir bringen Bildung. Wir müssen Frieden, Geschwisterlichkeit, Vergebung und Respekt für andere durch unser eigenes Verhalten lehren.“ In einem Bistum leben unter knapp vier Millionen Einwohnern nur 43.500 Katholiken, die meist als „Tribals“ der untersten gesellschaftlichen Schicht angehören. Mit seinem Amtsantritt im Bistum im Jahr 1996 hat Bischof Lumen Monteiro mit „Just Agartala“ eine soziale Anlaufstelle für vielfältige Probleme der Menschen am Rand der Gesellschaft eingerichtet. Es geht um Frauenförderung, Jugendarbeit, Unterstützung Behinderter und in dem von gewaltsamen Konflikten gebeutelten Gebiet vor allem auch um Friedensförderung und Versöhnungsarbeit. Auch diese Hilfe ist gerade in der Minderheitensituation von nur 1,1 Prozent Katholiken in der Bevölkerung für Bischof Lumen Monteiro ein wichtiger Aspekt von Mission: „Unser Verständnis ist, das Evangelium und die christlichen Werte in die nichtchristlichen Gebiete zu bringen in denen wir arbeiten“.

Nähere Informationen gibt es bei der KEB im Landkreis Kelheim unter der Telefonnummer 09443/ 91842-24, per Mail an gtautz@keb-kelheim.de und im Internet unter www.keb-kelheim.de.


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