29.12.2017, 09:32 Uhr

Asyl, Menschenrechte, Abschiebung In Deggendorf gibt es ab sofort einen Matteo-Arbeitskreis

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

In Deggendorf hat sich zu Weihnachten ein Matteo-Arbeitskreis gegründet.

DEGGENDORF Der Arbeitskreis bezieht sich dabei auf den ökumenischen Verein matteo, der im Oktober in Nürnberg gegründet wurde, im Sinne der biblischen Jesus-Wortes aus Matthäus 25,35: „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen.“

Viele Personen, auch Pfarrerinnen und Pfarrer, auch Klöster oder Glaubensgemeinschaften sind dort organisiert, es geht um Kirche und Asyl, Arbeitserlaubnisse für Flüchtlinge, die Menschenrechte in Bezug auf Abschiebungen oder die Verhältnisse in den vier Transitlagern in Bayern.

Die Mitglieder des Deggendorfer Arbeitskreises stellten dabei fest, dass sich das Konzept der Transitzentren nicht bewährt, und sich die Zweifel der Kritiker bewahrheiten. Deren Schaffung erzeugt künstlich soziale Brennpunkte und soziale Spannungen. Durch die konzentrierte Unterbringung von Menschen, von denen viele mit einer Abschiebung rechnen müssen, steigen die Unzufriedenheit und die Hoffnungslosigkeit der Asylsuchenden angesichts einer möglichen Verweildauer von bis zu 24 Monaten.

Erschwerend kommt hinzu, dass es aufgrund mangelnder Transparenz kaum Kontaktmöglichkeiten mit der ortsansässigen Bevölkerung gibt, und das auch zu Missverständnissen führt. Dies zeigt sich deutlich an den Reaktionen vieler Deggendorfer auf die Demonstration der Asylsuchenden. Die wirklichen Probleme werden nicht wahrgenommen, sondern auf Essen und Hygiene reduziert.

Die dezentrale Unterbringung hingegen hatte sich in vielen Kommunen durchaus bewährt und beiderseitige Akzeptanz gefördert.


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