21.12.2017, 13:25 Uhr

Ungewöhnliches Geschenk Deggendorf liefert Christbaum für den Vatikan

(Foto: Hannes Lehner)(Foto: Hannes Lehner)

Das hat OB Dr. Christian Moser geschickt hinter den Kulissen eingefädelt. Die Große Kreisstadt Deggendorf wird im Jahr 2028 den Christbaum vor dem Petersdom in Rom aufstellen - und natürlich mit einer Delegation aus Deggendorf vertreten sein.

DEGGENDORF Das ist für die Stadt Deggendorf ein besonders Christkindl: eine Mitteilung der Apostolischen Nuntiatur in Deutschland, mit der Erzbischof Dr. Nikola Eterovic OB Dr. Christian Moser mitteilt, dass Deggendorf im Jahr 2028 den Christbaum für den Petersplatz liefern darf.

Seit 1982 zieren jedes Jahr zu Weihnachten eine Krippe und ein Christbaum den Petersplatz in Rom. Kommunen wetteifern darum, den Baum liefern zu dürfen. Deshalb kam auch Deggendorfs Rathauschef auf die Idee, sich als Baumlieferant zu bewerben.

Doch erst einmal musste er sich kundig machen, wie man dem Papst überhaupt einen Baum schenken kann. Tatkräftige Hilfe kam von dem ehemaligen Stadtpfarrer Wolfgang Riedl. Der wiederum schaltete Bischof Rudolf Vorderholzer ein. Die Kirchenmaschinerie begann zu rattern.

Bereits im Sommer konnte Dr. Moser die Bewerbung Deggendorfs über die Nuntiatur in Berlin zum Vatikan schicken. Jetzt, just zum Weihnachtfest 2017 kam die frohe Botschaft: Deggendorf darf den Weihnachtsbaum für den Petersplatz 2028 liefern.

Bis es soweit ist, fließt zwar noch viel Wasser die Donau flussabwärts. Aber es gibt ja auch noch einiges zu tun. Sponsoren, die den Christbaum nach Rom transportieren werden, hat der OB bereits gefunden. Jetzt beginnt die Suche nach einem Deggendorfer Nadelbaum mit etwa 25 bis 30 Metern Höhe, gleichmäßig im Wuchs und für einen Kran und Tieflader gut zugänglich.

Stadtpfarrer Martin Neidl von Mariä Himmelfahrt hat bereits zugesagt, in seinen kirchlichen Wäldern nach einem geeigneten Baum zu suchen. Wer aber in seinem Privatgarten einen würdigen Baum stehen hat, kann sich als edler Stifter ebenfalls schon jetzt an den Oberbürgermeister wenden.

Die feierliche Illumination des Baumes zelebriert der Papst übrigens persönlich. Und wenn der Deggendorfer Baum den Petersplatz feierlich erleuchten wird, wollen die Donaustädter natürlich mit von der Partie sein. „Dazu wird es eine Bürgerreise geben“, kündigt Dr. Moser an.


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