08.07.2019, 10:49 Uhr

Sie ist fertig Pfarrkirche Allersdorf erstrahlt im neuen Glanz


Einweihung der renovierten Dorfkirche in Allersdorf mit Pfarrfest.

KOLLNBURG Am Sonntag wurde die renovierte Dorfkirche „Mater Dolorosa“ eingeweiht.

Zum Festgottesdienst erschienen neben den Bürger der Gemeinde, Bürgermeisterin Josefa Schmid, zahlreiche Orts- und Nachbarvereine mit ihrer Fahnenabordnungen sowie Mitglieder aus der Pfarreiengemeinschaft Kollnburg/Allersdorf/Kirchaitnach. In einer feierlichen Prozession zog Pater Joseph mit seiner 13-köpfigen Ministrantenschar in die strahlende Kirche ein. Der Seelsorger begrüßte voller Stolz die gesamte Pfarrgemeinde, er betont dass der Glaube eine Lebensgeschichte habe, die von der Geburt bis zum Abschied reiche, und jeder habe hier seinen Platz als lebendiger Stein. Die Pfarrkirche sei das Wahrzeichen von Allersdorf, die von den früheren Generationen errichtet wurde, indem der Glaube eine große Bedeutung hatte, gab Pater Joseph in der Predigt hervor. Es sei der Gemeinde und der wunderbaren Dorfgemeinschaft in einer monatelangen Gesamtleistung gelungen, die Kirche in ein strahlendes Gebäude zu renovieren, für diese Leistung gratulierte Pater Joseph in besonders Bürgermeisterin Josefa Schmid, Architekt Josef-Peter Weber und den zahlreichen Helfern. Zur Segnung des Gotteshauses erwähnte er, dass diese Kirche der „Schmerzensreichen Mutter“ geweiht ist, die Menschen konnten sich in den sieben Schmerzen Marias ihren Ängsten und Sorgen wiederfinden.

In den Fürbitten würde für die lebendige Gemeinschaft aus Jung und Alt gebetet. Diakon Hans Kollmer und zahlreiche Kinder sangen Hand in Hand anschließend im Altarraum das „Vaterunser“. Nach der würdevollen Predigt und Einweihung blickte Architekt Weber und Bürgermeisterin Schmid zurück auf die letzten Monate. Der Architekt bedankt sich namens der Kirchenverwaltung bei der Gemeinde für die Renovierung, die voraussichtlich mit gut 103.000 Euro abgeschlossen werden konnte sowie bei Hermann Graßl, Christian Bauer, Georg Seiderer, Gretl Jakob, dem Mesner Karl Nagl, Pater Joseph sowie den zahlreichen weiteren Helfern für die tatkräftige Unterstützung. Auch besonders geschmackvoll war der Blumenschmuck, den Johanna Graßl, Michaela Fischl und Sandra Bauer zu diesem Gottesdienst gestaltet haben, betonte Weber. Zuletzt dankte er dem „Herrgott“ für den unfallfreien Verlauf der Renovierung. Nach seiner Rede lud er die Besucher zum Pfarrfest auf dem Dorffest ein, der Pfarrgemeinderat erklärt sich bereit den Erlös des Festes für die Sanierung und Unterhaltung der Kirche zu spenden. Seit dem Jahre 1907 prägt die Allersdorfer Dorfkirche das Leben in unserem Ort, erkläre Bürgermeisterin Josef Schmid bei ihrer Rede. Das verdankt sie einer rührigen Gemeinde mit engagierten Pfarrern und Mitarbeitern, die sich um alle Belange ihrer Gemeindemitglieder kümmern, seien es nun religiöse Fragen oder Wendepunkte im persönlichen Leben, seien es seelische oder soziale Nöte. Die Gemeinde mag vergleichsweise klein sein, aber sie ist groß in ihren Aktivitäten. Sie begeht die Feste im Kirchenjahr und die Feste im Leben ihrer Mitglieder. Die Angebote erreichen Menschen auch über Ihre Gemeinde hinaus. Sie sind für unseren Ort insgesamt von Bedeutung. Deshalb nutze ich die Gelegenheit gern, um mich für die gute Zusammenarbeit zu bedanken, die seit vielen Jahren zwischen unserer Gemeinde und der Kirchenverwaltung besteht und die auch ich stets erlebt habe. Kirche und Staat sind heute getrennt, aber in einem Land mit langer christlicher Tradition bestehen natürlich vielerlei Verbindungen und Kontakte. Und wir schätzen und respektieren einander.

Mit großer Freude feiern wir heute das Pfarrfest und die Einweihung der neu renovierte Allersdorfer Dorfkirche „Mater Dolorosa“, nachdem diese seit Mitte Oktober vergangenen Jahres wegen der Renovierungsarbeiten nicht mehr für die Kirchengemeinde zur Verfügung stand, berichtete Schmid. Die Gemeinde Kollnburg als Eigentümerin hatte seitdem die Bauträgerschaft für die notwendige Innen- und Außensanierung des Gotteshauses, das seit der letzten Generalsanierung im Jahr 1985 deutlich sichtbare Abnützungsspuren mit feuchtem Mauerwerk und nicht mehr dichten Kirchenfenstern hinterließ, übernommen.

Im Oktober vergangenen Jahres begannen die Gewerke Putz, Gerüst- und Anstrich-, Schreiner- und Elektroarbeiten mit einem Kostenvolumen von 71 500 Euro im Innenraum der Kirche. Im April und Mai dieses Jahres konnte diese Baustelle abgeschlossen werden.

Daraufhin wurden noch die Bankbühnen fertiggestellt, die Feinputzschicht abgeschlossen und die Kirchenbänke mit einer künftig neuen, weinroten Kirchenbankauflage wieder eingebaut. Die Bankbühnen erstrahlen nun in hellem Holz. Sie wurden nicht mehr lackiert, sondern geölt und gewachst. Zu leichten Kostensteigerungen führte der Holzwurmbefall am Altar und an den Bänken. Neu sind im Inneren der Kirche nun auch eine neue Lautsprecheranlage, eine Liedanzeige und die Beleuchtung. Die zwei großen Portraitbilder der Heiligen Aloisius und Franziskus, die im Zuge der Renovierung wieder zum Vorschein kamen und nun den Altarraum optisch erweitern. Die Außenfassaden-Sanierung ist derzeit noch in vollem Gange und setzt sich aus den Gerüst- und Anstricharbeiten zusammen, welche die Firma Penzkofer aus Prackenbach zum Angebotspreis mit 15 970 Euro übernommen hat. Notwendig waren bei der Renovierung der Außenfassade aber auch Spenglerarbeiten, Malerarbeiten am Gesimse, die Fassadenreinigung, hauptsächlich von Flechten, auch der Schindelbekleidung am Glockenturm und die Restaurierung von Uhrzeiger und Ziffernblättern. Nach den Daten bedankte sich die Rathauschefin im Namen der Gemeinde bei der Dorfbevölkerung, bei der Allersdorfer Kirchenverwaltung, bei Pater Joseph und bei Architekt Weber für die gute Zusammenarbeit. Zur Kostendeckung hofft sie auf die zugesagten Zuschüsse von der Kirchenverwaltung, dem Bistum und der Bayerischen Landesstiftung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und freute sich auch, über den Erlös des Pfarrfestes. Als Abschluss übergaben Schmid und Weber das „Christkind“, das liebevoll restauriert wurde an die Kirche zurück, die Kosten von 500 Euro wurden von Michael Kraus gespendet. Abschließend mit einem „Vergelt’s Gott“ bedankte sich Pater Joseph für die Helfer, die zu dem wunderbaren Fest beigetragen haben. Auch Albert Wittenzellner wurde für die treuen Dienste mit einem Präsent gewürdigt. Anschließend marschierte die Gemeindebevölkerung zum Feuerwehrhaus, wo gemeinsam am Pfarrfest gefeiert wurde.


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