29.10.2018, 10:32 Uhr

Mater Dolorosa Allersdorfer Dorfkirche erhält neuen Glanz

Trotz Schäden an der Außenfassade ist die Allersdorfer Kirche das Schmuckstück der Ortschaft. (Foto: Schmid)Trotz Schäden an der Außenfassade ist die Allersdorfer Kirche das Schmuckstück der Ortschaft. (Foto: Schmid)

Gemeinde erhält Zuschuss vom Bistum – Fertigstellung Anfang Dezember.

KOLLNBURG Eine ungewöhnliche Allianz eint derzeit die Gemeinde Kollnburg, die Kirchenverwaltung Allersdorf und die Dorfbevölkerung von Allersdorf mit der Allersdorfer Kirche „Mater Dolorosa“, die seit einigen Tagen im Inneren eine Baustelle ist.

Das Gotteshaus in Allersdorf ist eines von ganz wenigen in Bayern, die im Eigentum einer Kommune stehen. Schon seit Längerem zurren daher die Verantwortlichen um Bürgermeisterin Josefa Schmid, Pater Joseph Puthussery und Architekt Josef Weber die Vorbereitungen zur dringend notwendigen Sanierung des Kircheninneren, nachdem die letzte Renovierung aus dem Jahr 1985 bereits zu deutlich sichtbaren Spuren mit feuchtem Mauerwerk oder nicht mehr dichten Kirchenfenstern geführt hat. Außerdem drängt die Zeit, da die kircheneigene Renovierung der Pfarrkirche St. Magdalena in Kirchaitnach 2019 ebenfalls ansteht, und es der Pfarreiengemeinschaft in Kirchaitnach/Allersdorf unzumutbar ist, zeitgleich ohne Gottesdienste auszukommen.

Dass die Gemeinde, in deren rechtlicher Bauträgerschaft die Allersdorfer Kirche steht, deshalb auch auf einen Zuschuss von 30.000 Euro der Kirchenverwaltung Allersdorf zählen darf, freut Bürgermeisterin Josefa Schmid. Sie darf nun auch noch mit einem Zuschuss vom Bistum Regensburg in Höhe von 18 Prozent auf die Bruttoinvestitionen der Gemeinde am Gotteshaus zählen, sodass der Eigenanteil der Gemeinde doch begrenzt werden konnte. Pater Joseph Puthussery ergänzt, dass hierzu auch nächstes Jahr nach kompletter Fertigstellung auch außen ein großes Pfarrfest gefeiert werden soll, dessen Erlös noch einmal die Belastung der Gemeinde abmildern soll. Insgesamt hat die Dorfbevölkerung von Allersdorf bereits tatkräftig beim Ausräumen des Kircheninneren geholfen. Derzeit haben daher die Handwerker im Gotteshaus das Sagen, nachdem der Gemeinderat in seiner Sitzung am 18. Oktober die Gewerke Putz, Gerüst- und Anstrich-, Schreiner- und Elektroarbeiten vergeben hatte.

Rund 71.500 Euro brutto werden dabei voraussichtlich zusammen kommen. Den Umfang und die Kosten für die Außensanierung 2019 will die Kirchenverwaltung mit der Gemeinde nach Abschluss der Innenrenovierung abstecken.

Erbaut wurde die Allersdorfer Kirche übrigens in der heutigen Form im Jahr 1907/08 nach den Plänen des Bezirksbaumeisters Ruff aus Viechtach. Zuvor war an gegenüberliegenden Stelle lediglich eine baufällige Holzkapelle vorhanden, die den Wunsch aus der Bevölkerung nach einer größeren Kirche weckte. Daraufhin wurde ein Kirchenschiff ohne Altarraum sowie ein barocker Glockenturm gebaut. Der Kostenaufwand belief sich damals auf lediglich 11.986,76 Mark; 1949 plante man erneut einen Altarraum-Anbau mit dem Glockenturm. Erst 1951 konnte sich die Gemeinde Allersdorf das Herrichten der Kirchenraum-Innenschale zur Primiz des damaligen Pfarrers Kappenberger leisten. 1970 wurden drei neue Glocken aufgezogen. 1985 kam es dann zu einer Generalsanierung mit Gesamtkosten von 363.700 Mark, wobei 158.500 Mark die Gemeinde Kollnburg alleine trug. Der Rest wurde durch den Erlös aus dem Verkauf des Pfarrhofs Allersdorf, Zuschüsse der Diözese, von staatlicher Seite und durch die Bevölkerung getragen.

Da die aktuellen Sanierungsmaßnahmen zügig voranschreiten, sind Bürgermeisterin Josefa Schmid und Pater Joseph Puthussery zuversichtlich, dass bereits am 1. Adventssamstag, dem 1. Dezember, das mittlerweile 7. Allersdorfer Adventssingen im neuen Glanz des frisch sanierten Kircheninneren stattfinden kann.


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