31.10.2018, 15:01 Uhr

Neuer Helfer Gottes Günther Jäger wird durch Bischof Oster zu Ständigem Diakon geweiht

Günther Jäger. (Foto: Bistum Passau)Günther Jäger. (Foto: Bistum Passau)

Handauflegung und Gebet um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Feichten

TYRLACHING/PASSAU. Segnen, taufen, Trauungen halten, predigen und in der Seelsorge mitarbeiten - das alles gehört zu den Aufgaben der Ständigen Diakone. Günther Jäger und Dr. Marius Schwemmer (Heimatpfarrei: St. Josef, Passau Auerbach-Neustift) werden am Samstag, 10. November, in diesen Dienst der Kirche aufgenommen. Bischof Dr. Stefan Oster SDB spendet ihnen durch Handauflegung und Gebet um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Feichten das Sakrament der Weihe. Jäger und Schwemmer haben sich drei Jahre lang intensiv im Diakonatskreis der Diözese darauf vorbereitet. Am Nachmittag des Weihetages feiern die neu geweihten Diakone um 15 Uhr in der Pfarrkirche St. Vitus in Kirchweidach eine Dankvesper mit Bischof em. Wilhelm Schraml.

Günther Jäger - Heimatpfarrei: St. Johannes der Täufer, Tyrlaching:

Es gibt im Leben etwas, das einem keine Ruhe lässt und das einen immer wieder anschubst. Günther Jäger sagt: „Ich nenne es Gott und seinen Heiligen Geist“. Jäger war lange Jahre tätig als Geschäftsführer eines Unternehmens in der Metallindustrie und arbeitet dort weiterhin im Ruhestand als Berater. 2017 hat sich der 63-Jährige nach langen Jahren der Unsicherheit entschlossen, den Weg zum Ständigen Diakon zu gehen. Und wagt damit trotz seines fortgeschrittenen Alters einen neuen Aufbruch. Wichtige Erfahrungen waren für ihn die Gespräche mit Menschen in Altersheim, Krankenhaus, mit Trauernden und mit gottfernen Menschen. Die gegenseitige Unterstützung, der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, der Erfahrungsaustausch und der Zuspruch untereinander im Diakonatskreis, die Studientage bzw. Studienwochenenden gaben ihm, „besonders in Zeiten des Zweifels - immer wieder das schöne Gefühl auf einem guten Weg zu sein“. „Das Vertrauen zu spüren“, das ihm in seiner Arbeit entgegengebracht wurde, sowie die stetige Unterstützung seiner Frau Uschi, waren und sind auch weiterhin für ihn „Freude und Kraftquelle zugleich“. Angespornt durch Worte aus dem apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium, möchte Jäger immer mehr versuchen sich am Handeln Jesu zu orientieren: „Das heißt vor allem das Evangelium und den Menschen immer wieder neu in den Blick zu nehmen“. Die Aufgabe: „Um der Menschen willen, für die Menschen in ihren verschiedenen Situationen, Sorgen, Nöten aber auch Freuden da sein“ bestärkt Jäger in seinem Wunsch, künftig Gott und den Menschen als Diakon dienen zu wollen.

Ständige Diakone mit Zivilberuf

Die Ständigen Diakone assistieren bei der Eucharistiefeier und leiten Wortgottesdienste und Andachten. Sie spenden die Taufe, sie assistieren bei der Eheschließung im Namen der Kirche und stehen der Begräbnisfeier vor. Außerdem sind sie in verschiedenen Bereichen der Pastoral eingesetzt, wie zum Beispiel in der Jugend-, Ehe- und Familien-, Senioren- und Krankenhausseelsorge.

Verheiratete Männer können seit 1968 zum Ständigen Diakon geweiht werden. Die Ehefrauen der Weihekandidaten müssen diesem Schritt ausdrücklich zustimmen, da Diakone für die Aufgaben in der Kirche besonders verfügbar sein müssen. Die Eheleute und Familien müssen dies gemeinsam tragen. Deshalb reicht das alleinige „Ja“-Wort des Mannes zur Diakonatsweihe nicht aus. Das Wort „Ständig“ weist darauf hin, dass das Diakonat für Lebenszeit übernommen wird.


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