22.10.2020, 08:51 Uhr

Verschäfte Maskenpflicht Die Corona-Ampel ist in der Stadt Straubing auf Rot gesprungen!

Im Kernbereich der Straubinger Innenstadt gilt jetzt auch im Freien die Maskenpflicht. Foto: Stadt StraubingIm Kernbereich der Straubinger Innenstadt gilt jetzt auch im Freien die Maskenpflicht. Foto: Stadt Straubing

Seit Dienstag, 14 Uhr, geht im Landkreis Berchtesgadener Land in Oberbayern nicht mehr viel. Als die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag einen Wert von über 252 anzeigte, zog man die Konsequenzen − teilweiser Lockdown! KiTas und Schulen sind geschlossen, die Menschen dürfen ihre Wohnungen nur noch verlassen, um in die Arbeit oder zum Einkaufen zu gehen. Am Dienstag lag der Wert nun bei 236. Wie sieht es da aktuell in Straubing und im Landkreis Straubing-Bogen aus?

Straubing. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet jeden Tag um 0 Uhr die neuen Werte der Covid-19-Fälle der vergangenen sieben Tage hochgerechnet auf 100.000 Einwohner. Am Dienstag, 20. Oktober, 0 Uhr, meldete das RKI für die Stadt Straubing einen Wert von 58,6, der Landkreis lag bei 29,7. Für die Stadt ist die Ampel also bereits auf Rot gesprungen, im Landkreis lag bis Redaktionsschluss noch alles im grünen Bereich. Mittlerweile – Donnerstag, 22. Oktober, liegt der Wert für die Stadt bei 79,5, für den Landkreis Straubing-Bogen bei 37,6.

Die Stadt hatte bereits am Montag reagiert, nachdem der Wert auf 52,31 angestiegen war. Seit Dienstag, 0 Uhr, gelten folgende Regelungen: „Private Feiern und Kontakte sind auf maximal fünf Personen oder Teilnehmer aus zwei Haushalten beschränkt. Bereits ab 22 Uhr müssen Gastronomiebetriebe schließen, auf öffentlichen Flächen im Kernbereich der Innenstadt darf kein Alkohol mehr konsumiert werden und an Tankstellen darf kein Alkohol mehr verkauft werden. Darüber hinaus gilt eine erweiterte Maskenpflicht im Schulunterricht auch in der Grundschule“, so die Stadt in ihrer Pressemitteilung. Außerdem wurde für die aktuelle Woche ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 09421/ 94460499 eingerichtet, das bis Freitag von 9.30 bis 12 Uhr und Mittwoch sowie Donnerstag zusätzlich von 13 bis 15 Uhr erreichbar ist.

Im Landkreis Straubing-Bogen lag der Inzidenzwert am Dienstag, 0 Uhr, bei 29,7. Hier hatte eine Geburtstagsfeier mit knapp 50 Gästen für einen Anstieg gesorgt. Zwölf Gäste wurden positiv auf das Coronavirus getestet, nicht alle kommen aber aus dem Landkreis Straubing-Bogen. Noch gibt es also im Landkreis – Stand: Redaktionsschluss am Dienstag – nichts zu veranlassen. Denn: „Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 schlägt die Ampel auf Gelb um – mit entsprechenden Einschränkungen“, teilt dazu das Landratsamt mit. Hier lag der Landkreis am Dienstag noch knapp darunter – am Donnerstag sieht es anders aus, hier schlagen 37,6 zu Buche.

Was passiert, wenn der Signalwert von 35 überschritten wird, ist nun bayernweit festgelegt. Der Drei-Stufen-Plan des Freistaats Bayern lässt hier nur noch wenig Spielraum.

Derweil entbrennt in Straubing die Diskussion, warum der Wert so rasant in die Höhe geschnellt ist. Einige vermuten den verkaufsoffenen Sonntag am 4. Oktober als Quelle der Neuinfektionen. Viele sehen es im Nachhinein als „unverantwortlich“ an, dass dieser verkaufsoffene Sonntag stattgefunden hat.

Ebenso stellt sich nun bei vielen die Frage, wie es denn mit dem Christkindlmarkt weitergehen soll – der wurde ja schon offiziell abgesagt, trotzdem soll es wohl „über den Theresienplatz verteilt ein vielfältiges Angebot an Verkaufsständen geben“, meldete die Stadt Mitte September. Auf ein solches Konzept setzen auch viele andere Städte, die die bekannten Märkte entzerren wollen, um so auch die Besucherströme besser kontrollieren zu können. Ob hier etwas in Straubing stattfinden kann, steht angesichts der aktuellen Corona-Zahlen in den Sternen.


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