10.09.2020, 08:58 Uhr

Jetzt auch in Straubing Eine Antikörper-Studie soll neue Erkenntnisse über das Coronavirus bringen

Wie viele Menschen haben bereits Antikörper gegen das neuartige Coronavirus gebildet? Foto: 123rf.comWie viele Menschen haben bereits Antikörper gegen das neuartige Coronavirus gebildet? Foto: 123rf.com

Rund 4.000 Erwachsene aus der Stadt Straubing haben Post bekommen und wurden zur Studie „Corona-Monitoring lokal“ eingeladen. Mit dieser Studie will das Robert Koch-Institut (RKI) untersuchen, wie verbreitet das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 vor Ort in Straubing ist. Gleichgelagerte Studien gibt es bereits in Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim und Kupferzell in Baden-Württemberg – im Gegensatz zu Straubing kleinere Kommunen ohne städtischen Charakter.

Straubing. Jeden Tag wird es mehr, das Wissen über das Coronavirus, das uns seit vielen Wochen in Atem hält. In vier besonders betroffenen Städten und Gemeinden in Deutschland führt das Robert Koch-Institut eine Studie durch, um noch mehr über das Virus zu erfahren. 8.000 Erwachsene – 2.000 in jeder Kommune – sollen so getestet werden. Da die Studie freiwillig ist, werden in Straubing 4.000 Menschen angeschrieben und gebeten, an der Studie teilzunehmen. „Im Studienprogramm vorgesehen sind ein Rachenabstrich, eine Blutentnahme und Befragungen – unter anderem zu klinischen Symptomen, Vorerkrankungen und Gesundheitsverhalten“, so das RKI. „Die Untersuchungen beginnen am 8. September und finden voraussichtlich bis 26. September in einem Studienzentrum vor Ort statt. Ziel ist es, etwa 2.000 Personen zu untersuchen und zu befragen.“ Die potentiellen Studienteilnehmer wurden per Zufallsverfahren beim Einwohnermeldeamt ausgewählt und werden schriftlich eingeladen.

Ziel der Studie ist, herauszufinden, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen das neuartige Coronavirus gebildet haben. „Weiterhin soll erforscht werden, wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist, welche Menschen häufiger von der Erkrankung COVID-19 betroffen sind und wie oft die Erkrankung so schwer verläuft, dass Menschen im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden müssen“, so das RKI.

Das RKI hat mit den Untersuchungen am 8. September begonnen. Sie finden voraussichtlich bis zum 26. September im Kulturzentrum „Alter Schlachthof“ in der Heerstraße statt. „Bei einem Hinweis auf eine aktuell bestehende Infektion mit SARS-CoV-2 meldet sich die Studienärztin bzw. der Studienarzt umgehend bei den Betroffenen. Die übrigen Teilnehmenden erhalten ihre Ergebnisse innerhalb von vier Wochen per Post. Somit erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ob sie bereits eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht haben“, so das RKI.

Teilnehmen an der Studie können nur die Personen, die eine Einladung erhalten haben. Das Robert Koch-Institut hofft, dass sich möglichst viele der eingeladenen Straubingerinnen und Straubinger bereit erklären, an der Erforschung des Coronavirus mitzuhelfen. Erste Daten aus Kupferzell und Bad Feilbach gibt es bereits: 7,7 Prozent der Kupferzellerinnen und Kupferzeller sowie 6,0 Prozent der erwachsenen Einwohnerinnen und Einwohner Bad Feilnbachs haben bereits eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht.


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