20.07.2020, 09:31 Uhr

Hilfreich im Notfall Die „Gesundheitsregion plus“ sammelt alle Defi-Standorte

In immer mehr Behörden und Firmen gibt es Defibrillatoren, die im Notfall genutzt werden können. Foto: Bastian Kienitz/123rf.comIn immer mehr Behörden und Firmen gibt es Defibrillatoren, die im Notfall genutzt werden können. Foto: Bastian Kienitz/123rf.com

Ein Mensch erleidet einen Herz-Kreislauf-Stillstand, er braucht nun schnelle Hilfe, um zu überleben. Über 65.000 Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland solch einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Nur zehn Prozent überleben. Die Chancen steigen, wenn ein Defibrillator zur Hand ist.

Straubing. Und so hat es sich in den vergangenen Jahren etabliert, dass Behörden, aber auch Firmen, solche Defibrillatoren in oder vor Gebäuden anbringen. Die „Gesundheitsregion plus Straubing“ erstellt aktuell eine neue Karte über alle Defi-Standorte in Stadt und Landkreis.

Die Ärzte Dr. Regine Langer-Huber, Dr. Albert Solleder und Prof. Dr. Sebastian Maier kümmern sich in der „Gesundheitsregion plus“ um das Thema Wiederbelebung. Ein Schulprojekt, das frühzeitig mit Schülern die Wiederbelebung übt, pausiert aktuell corona-bedingt. Unter der Leitung von Kardiologin Dr. Langer-Huber werden in einem weiteren Projekt alle Defi-Standorte erhoben. „Durch das 2005 von beiden Rotary Clubs initiierte Defibrillatorprojekt gibt es mehr als 130 Standorte in Stadt und Landkreis“, so die Verantwortlichen der „Gesundheitsregion“. Diese Standorte wurden kartographisch dargestellt sowie in die BRK-App eingepflegt. „Letztere leitet den App-Besitzer im Notfall schnell zum nächstgelegenen Defi-Standort, sodass ein zügiger, unkomplizierter Geräteeinsatz möglich gemacht wird.“ So können Ersthelfer noch effektiver Leben retten.

Um die Liste immer aktuell zu halten, sind alle Einrichtungen mit Defibrillatoren aufgefordert, sich in die Liste eintragen zu lassen, dieser Eintrag ist kostenlos, „die Projektkosten für den Druck der neuen Karten werden von der Gesundheitsregion plus übernommen. Die überarbeiteten Karten werden automatisch an alle gelisteten Standorte versandt und können auch so kostenfrei bei der Geschäftsstelle abgeholt werden. Entscheidend ist, dass die Bürger sich einen Überblick über die Verteilung der Gerätestandorte machen können, um im Notfall schnell und beherzt eingreifen zu können“, so die Verantwortlichen. Wer in die Liste aufgenommen werden will, kann sich an die Geschäftsstelle der „Gesundheitsregion“ wenden – unter der Telefonnummer 09421/ 944-69174 (vormittags) oder per Mail an gesundheitsregionplus@straubing.de.


0 Kommentare