30.05.2020, 15:28 Uhr

Medizin Neue Defibrillatoren an der Klinik Mallersdorf – mehr Funktionen und weniger Gewicht für Lebensretter

Eric Ast, Stellvertretender Leiter der Intensivstation (links), und Johannes Kriele, Leitender Arzt der Interdisziplinären Notfall-Aufnahme, mit einem der neuen Defibrillatoren in der Intensivstation der Klinik Mallersdorf.  Foto: Elisabeth LandingerEric Ast, Stellvertretender Leiter der Intensivstation (links), und Johannes Kriele, Leitender Arzt der Interdisziplinären Notfall-Aufnahme, mit einem der neuen Defibrillatoren in der Intensivstation der Klinik Mallersdorf. Foto: Elisabeth Landinger

Das Reanimationsteam der Klinik Mallersdorf hat einen neuen Notfallrucksack erhalten, in dem ein neuer Defibrillator vom Typ Corpuls C1 integriert ist. Zeitgleich wurden zwei baugleiche Defibrillatoren für die Anästhesie und die Kardiologie beschafft.

Mallersdorf. Durch den neuen Rucksack, der nun inklusive Defibrillator nur noch 15 Kilo statt wie bisher 20 Kilo ohne Defibrillator wiegt, wird das Klinikpersonal im wahrsten Sinne des Wortes entlastet. Nun muss das Team, das auf Notrufe in der gesamten Klinik reagiert, nur noch den Rucksack und die mobile Absaugung schultern und kann dadurch schneller und unbelasteter am Einsatzort eintreffen. „Der bisherige Defibrillator hat uns gute Dienste geleistet und einigen Menschen das Leben gerettet“, berichtet Eric Ast, Stellvertretender Leiter der Intensivstation. „Der neue erleichtert mit dem passenden Rucksack zum einen das Ausrücken, zum anderen bietet er einige neue Möglichkeiten.“ So hat der neue Defibrillator ein sogenanntes CPR-Feedback-System, das während der Wiederbelebung kontrolliert, ob Drucktiefe und Geschwindigkeit der Herzdruckmassage stimmen. Mittels EKG und Pulsoxymetrie bietet er weitere Überwachungsmöglichkeiten nach erfolgreicher Wiederbelebung und hält einen externen Schrittmacher bereit, sollte der Patient eine zu niedrige Herzfrequenz haben.

Fast 30 000 Euro investiert

Zeitgleich mit diesem Defibrillator wurden zwei weitere Geräte desselben Typs angeschafft, die in der Anästhesie sowie im Herzkatheterlabor - ab Mitte Juli im Hause - ihre Verwendung finden. „Mit dem Defibrillator in der Notfallaufnahme haben wir nun insgesamt vier baugleiche Geräte im Haus, was für alle Mitarbeiter das Handling erleichtert,“ freut sich Johannes Kriele, Leitender Arzt der Interdisziplinären Notfall-Aufnahme (INA). „Die Kosten von fast 30.000 Euro für alle drei neuen Geräte sind gut investiertes Geld, kommen sie doch unmittelbar der Sicherheit unserer Patienten zugute“, so Verwaltungsleiter Bernhard Fürst.


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